Sie ist Mitglied der NASA, ein stolzer Asteroid trägt ihren Namen,
und sie hat tiefer als die meisten ins Weltall geblickt, um
herauszufinden, ob wir ganz allein im Kosmos sind. Die Antwort auf
eine der größten Fragen der Menschheit gibt’s in diesem Podcast.
Unser heutiger Gast wurde in Kuchl bei Salzburg geboren, lebt aber
mittlerweile in den Vereinigten Staaten. Sie ist Professorin an der
Cornell University, NY, NASA-Mitglied, Direktorin des Carl Sagan
Institute, Astronomin, Astrophysikerin und Mutter. Ach ja, und der
Typ, der den Mars-Rover lenkt, sitzt nur zwei Türen weiter von
ihr.Im Gespräch mit carpe diem-Host Holger Potye erklärt uns
Astrophysikerin Lisa Kaltenegger, woher ihre Leidenschaft für den
Weltraum kommt, warum wir viel mehr auf den kleinen blauen Punkt im
All (unsere Erde) aufpassen müssen und wie man sich als Frau in
einer immer noch männerdominierten Wissenschaftswelt durchsetzen
kann.Das Schlüsselerlebnis dazu lieferte ein Vortrag bei einer
ESA-Konferenz in Holland, bei der ihr damaliger Chef zu ihr sagte:
„Lisa, wenn du jetzt Folien kopieren gehst, wirst du immer
Sekretärin bleiben, egal was du machst.“ Das war ein Life- und
Career-Changing-Moment für die österreichische
Wissenschaftlerin.Neuauflage ihres Sachbuch-Hits Das Timing für
diese Podcastfolge passt perfekt, denn vor kurzem wurde ihr
Bestseller „Sind wir allein im Universum?“ im ecoWing-Verlag neu
aufgelegt. Darin begibt sie sich äußerst unterhaltsam und
anschaulich (die Texte werden durch Comic-Grafiken unterstützt, die
einen spielerischen Zugang zu komplexen Themen schaffen) auf
Spurensuche nach E.T., Wall-E und Co.Sherlock für die Schule Lisa
tritt auch dafür ein, dass wir Schule und Lernen mehr als
Detektivarbeit inszenieren sollten, wo man rauskriegen muss, was
als Nächstes passiert. Die Challenge der Erziehung besteht darin,
die Freude am Lernen und am Wissen zu vermittelnWas wir außerdem
aus dieser Episode mitnehmen:• Metrodoros von Chios (ja, das ist
einer dieser alten Griechen) hat wohl als Erster die Frage nach
außerirdischem Leben gestellt.• Jeder Stern ist eine Sonne. •
Potenziell könnte um jeden 5. Stern am Nachthimmel ein Planet
kreisen, der wie unsere Erde sein könnte. Es gibt also 40
Milliarden möglicher Erden in unserer Galaxie.• Penny aus der
TV-Serie „Big Bang Theory“ könnte sich niemals die Wohnung
gegenüber von Leonard und Sheldon leisten, die beide auf die
private Spitzenuniversität Caltech gehen.• Wenn man die Erde mit
einem Apfel vergleicht, dann ist ihre Atmosphäre, die uns am Leben
hält, dünner als die Schale des Apfels. • Die Fehlerkultur in den
USA ist komplett anders. Wenn etwas nicht klappt, lautet die
Anschlussfrage: Und, wie probierst du es als Nächstes? So gelingen
Forschungsdurchbrüche. • Warum die Erde als Ausflugsziel für Aliens
noch nicht interessant genug ist.• Warum das ELT (extremely large
telescope) am Anfang 42 Meter Durchmesser haben sollte.Und wir
lernen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass wir tatsächlich
allein in unserer Galaxie sind. Viel Vergnügen mit diesem
Podcast!Follow us on .. InstagramÜbrigens: Das carpe diem-Magazin
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