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  4. Warum wir uns in Beziehungen so oft falsch verstehen – Kognitive Methoden in der Paartherapie
71 - Reagieren wir in einer Partnerschaft eigentlich auf das
tatsächliche Verhalten unseres Partners – oder vielmehr auf
unsere eigenen Erwartungen, Interpretationen und inneren Filter?
In der Psychologie wissen wir: Wahrnehmung ist nicht gleich
Realität. Unser Gehirn zieht ununterbrochen Schlüsse, bewertet
Situationen in Sekundenschnelle und baut tiefsitzende
Überzeugungen darüber auf, wie eine Beziehung „zu laufen hat“.
Doch genau diese unbewussten mentalen Prozesse können im
Beziehungsalltag schnell zu emotionalen Sackgassen führen. Aber
woran erkenne ich, ob eine Erwartung gut begründet ist, oder
unrealistisch? Woher weiß ich, ob jemand sich wirklich
danebenbenommen hat, oder ich eine Situation falsch
interpretiere? Und wo setze ich eine für mich gesunde Grenze?

In dieser Episode widmen wir uns den kognitiven Methoden in der
Paartherapie und wer überhaupt davon profitiert. Wir gehen der
Frage nach, wie wir die verdeckten Denkmuster in Partnerschaften
sichtbar machen können: Welche Mechanismen stecken hinter unseren
alltäglichen Schlussfolgerungen und wie können sogenannte
Attributionen – also die Ursachenzuschreibungen, die wir dem
Verhalten des anderen geben – Konflikte befeuern oder
entschärfen? Dabei schauen wir uns an, wie ein professionelles
Reattributionstraining und die kognitive Umstrukturierung von
Erwartungen in der therapeutischen Praxis funktionieren. Zudem
werfen wir einen Blick auf praktische Übungen: Wie lassen sich z.
B. Beziehungsbedürfnisse erkennen und einordnen? Am Ende der
Episode erwartet Sie eine kleine Take-Home-Übung.
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„Warum wir uns in Beziehungen so oft falsch verstehen – Kognitive Methoden in der Paartherapie“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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