OpenAI versteckt in der EU eine unsichtbare Unterschrift
in ChatGPT-Texten. Und in Südkorea sind Angreifer durch
Seitentüren in sieben Banken eingedrungen – mit einem
KI-Werkzeug, das jeder gratis herunterladen kann.
Heute geht es darum, wie KI in ganz normalen Händen ankommt: bei
Wählern, Käufern, Reisenden – und bei Einbrechern.
In dieser Folge:
Europa: ChatGPT-Text bekommt eine versteckte
Unterschrift (01:53) — OpenAI baut mit textGrain ein
unsichtbares Wasserzeichen in Texte von ChatGPT und der
Programmier-KI Codex ein, in den nächsten Wochen und nur in der
EU. Der Grund ist Artikel 50 des EU AI Act: Seit 2. August 2026
müssen KI-Inhalte maschinenlesbar markiert sein, bei Verstößen
drohen bis zu 15 Millionen Euro oder drei Prozent vom Umsatz. Die
Kritik: So, wie es gebaut ist, lässt es sich sehr leicht umgehen.
Münchner RobCo wird Einhorn (07:58) — beim
AheadX-Event in Hard kam die Frage: Können europäische Firmen
gute KI-Modelle bauen? Bei Sprachmodellen haben wir den Zug
verpasst, aber Physical AI kommt. Das Münchner Roboter-Start-up
RobCo ist laut Wall Street Journal und heise jetzt mit über einer
Milliarde bewertet – ein Einhorn. Wenn unsere KMUs europäische
Physical-AI-Produkte kaufen, fließt echtes KI-Geld nach Europa.
Sieben koreanische Banken, ein kostenloses
KI-Hacking-Werkzeug (13:27) — seit etwa 1. Oktober sind
Angreifer in sieben südkoreanische Banken und Kreditgeber
eingedrungen, darunter Shinhan und KB Kookmin. Abgeflossen sind
Namen, Telefonnummern, Einkommen und Kreditlimits. Sie kamen
nicht über die Banking-App, sondern durch Seitentüren – Webseiten
für Mitarbeiter und externe Entwickler – mit einem KI-Werkzeug,
das man in fünf Minuten gratis herunterladen kann.
Wahlen durch KI: ein Geist auf der Bühne (19:11)
— in Brasilien kam Flávio Bolsonaro im ersten Wahlgang auf rund
47 Prozent, Präsident Lula auf 45; am 25. Oktober ist Stichwahl.
Im Wahlkampf zeigte er auf einer Riesenleinwand ein KI-Video
seines Vaters Jair Bolsonaro, der im Gefängnis sitzt – gleiche
Stimme, gleiches Gesicht, angekündigt als KI-Simulation. Die
Technologie liegt da. Wie lange, bis wir das in Europa sehen?
Mehr KI-Missbrauchsbilder in sechs Monaten als im ganzen
Jahr 2025 (22:36) — ein schweres Thema. Die Internet
Watch Foundation hat im ersten Halbjahr 2026 6.310 KI-generierte
Bilder von sexuellem Kindesmissbrauch gefunden, 40 Prozent mehr
als im ganzen Jahr 2025. Offene Modelle lassen sich herunterladen
und auf dem eigenen Rechner betreiben. Die IWF fordert, dass die
EU ihre Verordnung gegen sexuellen Kindesmissbrauch beschließt;
Kritiker nennen sie „Chatkontrolle“.
Goldene Woche: Die KI plant deinen Urlaub
(26:51) — in Chinas Goldener Woche planen viele ihre Reise nicht
mehr über Google oder Booking.com, sondern mit KI-Agenten;
Tongcheng Travel meldet ein Vielfaches der üblichen Anfragen an
seinen KI-Agenten. Die KI gibt keine 20 Links mehr, sondern sagt:
Nimm dieses Hotel. Und wer hat dafür bezahlt? Forscher warnen vor
versteckten kommerziellen Interessen.
Der rote Faden (30:31) — KI ist in ganz normalen
Händen angekommen: bei Wählern, Käufern, Reisenden und bei
Einbrechern. Habt ihr die Hintertüren und Seitentüren in eurer
Firma schon mit KI geprüft?
Schreib Malcolm auf WhatsApp/Telegram/Signal: +43 676 6144 904
werchota.ai
KI-Neandertaler — KI-News für Menschen, nicht für Roboter. Bleib
neugierig. Bleib menschlich.
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