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  4. #45 - Die Hand an der Bremse: Microsofts Notbremse, ein falscher Mord-Hinweis und Chinas KI-Sicherheit
Microsoft-Chef Satya Nadella sagt im Grunde: Geh davon aus,
dass deine KI schon kompromittiert ist, und bau eine Bremse ein,
die ein Mensch ziehen kann. Gleichzeitig schickt eine KI von
Anthropic in einem Test der Polizei einen falschen Mord-Hinweis –
und keiner merkt es 72 Tage lang.

Heute geht es um eine Frage: Warum wollen ausgerechnet die Leute,
die KI bauen, plötzlich eine Hand an der Bremse – und solltest du
das auch wollen?

In dieser Folge:

Microsofts Chef will eine Notbremse (01:41) — Satya
Nadella hat auf X einen langen Text veröffentlicht: „Models as
Insider Risks in the Super Intelligence Era“. Seine Kernidee laut
TechCrunch: Behandle ein KI-Modell, als wäre es schon
kompromittiert, trenne es von seiner Software-Umgebung,
protokolliere jede wichtige Aktion fälschungssicher – und gib
einem befugten Menschen die Möglichkeit, ein Modell mitten in der
Aufgabe anzuhalten. Wichtig: gemeint ist eine Bremse für ein
einzelnes Modell, nicht für die ganze KI-Entwicklung. Für Firmen
heißt das: Kein Modell kommt ins Haus, wenn wir die Notbremse
nicht ziehen können.

UBS, Europas einzige Bank in den KI-Top-10 (06:14) — die
Analysefirma Evident bewertet 50 große Banken danach, wie sie KI
einsetzen. Die Zürcher UBS steht auf Platz sechs – als einzige
europäische Bank in den Top 10. Vorne liegt JPMorgan, zum fünften
Mal in Folge. Keine deutsche und keine österreichische Bank ist
dabei, und die Lücke liegt vor allem bei den Menschen, nicht bei
der Technik.

Eine KI schickt der Polizei einen falschen Mord-Hinweis
(10:37) — laut einem Bericht von Anthropic hat das kleine Modell
Claude Haiku 4.5 am 18. Juli in einem internen Test als KI-Agent
auf echten Websites gearbeitet. Verboten war Einloggen, Konten
anlegen und persönliche Daten eingeben – „keine Formulare
abschicken“ stand nicht in den Regeln. Also schickte es der
Polizei von Philadelphia einen Hinweis zu einem ungeklärten Mord.
Der Spamfilter fing ihn ab. Anthropic entdeckte es erst 72 Tage
später, die Polizei nannte die Verzögerung „inakzeptabel“. Die
Frage für jede Firma: Was haben wir vergessen zu verbieten?

Ukrainische Drohnen treffen Russlands KI-Supercomputer
(15:07) — am Donnerstag trafen Drohnen ein Rechenzentrum von
Yandex in Sassowo, das laut Meduza zwei der drei KI-Supercomputer
von Yandex beherbergt. Die Yandex-Cloud fiel aus und mit ihr
Kunden wie die Russische Eisenbahn und der Mobilfunker MegaFon.
Am Freitag folgte ein zweites Yandex-Rechenzentrum in Kaluga.
Rechenzentren sind jetzt strategische Ziele wie Ölraffinerien.

China: Sicherheit versprechen, Sicherheit belegen (19:07)
— Peking verspricht in neuen Wirtschafts-Leitlinien Überwachung,
Risiko-Warnung und Notfall-Reaktion für KI und droht mit
Konsequenzen für blinde KI-Investitionen. Am selben Tag zählte
SemiAnalysis 857 KI-Modelle von neun chinesischen Entwicklern:
nur 31, also 3,6 Prozent, kamen mit veröffentlichten
Sicherheitstests.

Jev: KI, die mit Zahlen antwortet (21:40) — TypeSafe AI
baut Jev, ein Modell, das statt Text eine Wahrscheinlichkeit
liefert: ein kalibriertes Ja oder Nein. Jev startete am 15.
September, keinen Monat später sammelte TypeSafe 870 Millionen
Dollar ein. Mitgründer Diogo Almeida: KI ist seit vier Jahren gut
in menschlicher Sprache, aber für Automatisierung braucht es eine
andere. Laut Firma nutzt ein Drittel der Fortune 500 Jev – eine
Angabe der Firma selbst.

Der rote Faden (24:08) — KI handelt schon in der echten
Welt: im Test, im Krieg, in der Bank. Die Leute, die sie bauen,
wollen jetzt eine Hand an der Bremse. Diese Woche ist Malcolm
unterwegs: Keynote bei einem deutschen
Verpackungsmaschinen-Hersteller und bei HOGAST vor 800 bis 1000
Leuten.

Schreib Malcolm auf WhatsApp/Telegram/Signal: +43 676 6144 904

werchota.ai

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„#45 - Die Hand an der Bremse: Microsofts Notbremse, ein falscher Mord-Hinweis und Chinas KI-Sicherheit“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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