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  4. Wer soll das alles bezahlen? Die große Systemfrage! | Laura zum aktuellen Stand
Die Woche war für Dr. Laura Dalhaus alles andere als entspannt.
Trotzdem startet sie diesmal mit einer guten Nachricht.

Die FAZ hat darüber geschrieben, was Ärzt an ihrem Beruf wichtig
ist – und Laura greift einige Punkte daraus auf. Denn bei all dem
Frust über Politik, Bürokratie und Rahmenbedingungen darf eines
nicht untergehen: Der Arztberuf selbst ist wunderbar.

Genau deshalb lohnt es sich, für bessere Bedingungen zu kämpfen.
Das System muss sich verändern, damit Ärzt:innen diesen Beruf
auch weiterhin so ausüben können, wie er gedacht ist.

Der Kanzler hat zuletzt das „Doppelsystem“ aus PKV und GKV
infrage gestellt. Die Zeit hat dazu recherchiert und drei
mögliche Modelle vorgestellt.

Für Laura ist klar: Die entscheidende Diskussion muss gemeinsam
geführt werden. Was kann und soll eine solidarisch finanzierte
Krankenversicherung überhaupt bezahlen?

Auch Laumann beschäftigt sich mit diesem Spannungsfeld. Er will
einen fairen Ausgleich zwischen den berechtigten
unternehmerischen Interessen von Praxen und dem Anspruch der
Bürger auf eine Versorgung entsprechend ihrer medizinischen
Dringlichkeit.

Gleichzeitig haben Ärzt aber genauso das Recht darauf, nicht
Stück für Stück in ihrer Freiberuflichkeit eingeschränkt zu
werden.

Ein weiteres Problem zeigt sich inzwischen in immer mehr
Kommunen. Dort werden eigene MVZs gegründet, weil die ärztliche
Versorgung anders teilweise nicht mehr sichergestellt werden
kann. Nur kostet das die Kommunen viel Geld – und ob ein solches
MVZ am Ende wirtschaftlich funktioniert, ist keineswegs
garantiert.

Damit landet Laura bei einer ziemlich grundlegenden Frage: Wer
bezahlt eigentlich medizinische Daseinsvorsorge?

Und dann kommt der nächste Aufreger.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte fordert einen
automatischen Krankenversicherungsschutz für Neugeborene. Denn
der GKV-Versicherungsnachweis kommt häufig erst Wochen nach der
Geburt. Für Praxen entsteht dadurch ein Regressrisiko – zum
Beispiel dann, wenn Neugeborene geimpft werden.

Es gibt aber auch eine positive Nachricht: Die Streichung der
Fixkostendegression ist beschlossen.

Das Prinzip stammt aus der Industrie: Je mehr produziert wird,
desto niedriger werden die Stückkosten. Beim Autobau mag das
funktionieren. In der Medizin funktioniert es eben nicht so
einfach.

Auch mit der Pharmaindustrie wird weiter verhandelt. Höhere
Herstellerrabatte sollten das Gesundheitssystem finanziell
entlasten. Nun wird über Ausnahmen für Unternehmen gesprochen,
die ihren Sitz in Deutschland haben.

Dann geht es wieder um Krankenhausrechnungen. Dass diese
kontrolliert werden, ist grundsätzlich nachvollziehbar. Doch die
Bürokratie wächst weiter – und gleichzeitig sollen auch die
Prüfungen durch den MD ausgeweitet werden.

Die Konsequenz: Health Care Professionals landen landen noch
häufiger am Schreibtisch statt am Patient.

Auch beim sogenannten „Pflegedeckel“ wird gestritten. Ein
Heimplatz kostet im Durchschnitt 3.364 Euro, davon entfallen
1.775 Euro auf die reinen Pflegekosten. Ob und wie es hier
Entlastungen geben soll, darüber sind sich CDU und SPD uneinig.

Gleichzeitig werden Beschäftigte und Kinderlose stärker belastet.

Immerhin gibt es auch hier eine gute Nachricht: Die geplanten
Kürzungen bei den Rentenansprüchen pflegender Angehöriger sind
vom Tisch.

Was Laura bei all diesen Debatten nicht versteht: Die Probleme
kommen nicht überraschend.

Wir wissen seit Jahren, dass wir uns um diese Themen kümmern
müssen. Dass das gesamte SGB an vielen Stellen Reformbedarf hat,
ist keine neue Erkenntnis.

Und trotzdem wirkt es immer wieder so, als hätte niemand kommen
sehen, was längst vor uns liegt.

Mehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhaus

Zum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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