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  4. Apotheke oder Hausarztpraxis: Wer übernimmt was? | Leon Preschel
Eine Berufsgruppe hat bei „5 Minus“ bislang komplett gefehlt:
Apotheker:innen. Nachdem Laura Dalhaus' Aussage zum Impfen in
Apotheken ordentlich Diskussionsstoff geliefert hat, ist diesmal
Leon Preschel zu Gast – Apotheker und damit direkt mittendrin in
einer Versorgung, die politisch immer weiter umgebaut wird.

Sein Urteil zur Gesundheitspolitik fällt in vielen Punkten
negativ aus. Bei der Apothekenreform und der Erweiterung der
Kompetenzen sieht er allerdings auch Chancen.

Los geht es mit einem Thema, das schon vorher für Reibung gesorgt
hat: Impfen in Apotheken. Laura erklärt, wie Impfungen in
Hausarztpraxen vergütet werden und warum Regresse dabei weiterhin
ein reales Risiko sind.

Dabei wäre das Ziel eigentlich simpel: Die Impfquote soll
steigen.

Danach geht es um POC, also Point of Care-Diagnostik.
Apotheker:innen sollen damit Werte wie Vitamin D oder B12
unkompliziert bestimmen können. Leon beschreibt, dass
Patient:innen teilweise schon daran scheitern, überhaupt
Ärzt:innen zu finden. Apotheken könnten deshalb einen Teil dieser
Versorgungslücke auffangen.

Aber Versorgung funktioniert nicht im Alleingang. Deshalb
sprechen die beiden auch über die Zusammenarbeit zwischen
Apotheken und Praxen. Leon wünscht sich dafür einen
funktionierenden technischen Kommunikationsweg.

Außerdem erklärt er, was bei einer Medikationsanalyse passiert.
Denn in der Realität läuft es eben nicht immer sauber zusammen:
Ein:e Fachärzt:in empfiehlt das eine Medikament, ein:e andere:r
das nächste – und am Ende passen die Präparate womöglich gar
nicht zusammen.

Auch bei Originalpräparaten und Generika steckt einiges an
Sprengstoff drin, vor allem finanziell. Leon spricht außerdem
über Import-Arzneimittel und die Unterschiede zu hier
vertriebenen Arzneimitteln. Wirkungen und Nebenwirkungen können
sich unterscheiden. Deshalb schaut er genau auf die einzelnen
Patient:innen und mögliche Wechselwirkungen.

Und dann geht es an ein größeres Thema: Wie blickt ein Pharmazeut
eigentlich auf die Pharmaindustrie? Und was ist von Tino Sorges
Aussage zu halten, die Gesundheitsversorgung sei für den
Pharmastandort Deutschland verantwortlich?

Leon trennt hier klar zwischen forschenden Pharmaunternehmen und
Generika-Herstellern. Für ihn ist entscheidend, dass
Produktionsstätten für Medikamente in Europa bleiben und nicht
weiter nach Asien und in andere Regionen ausgelagert werden.

Laura bringt anschließend das Dispensierrecht auf den Tisch,
besonders mit Blick auf den Notdienst. Die Situation kennt sie
aus der eigenen Praxis: Sie fährt im Notdienst zu einer Person,
verschreibt ein Medikament – und danach darf die Person erst
einmal herausfinden, wo überhaupt eine Notapotheke geöffnet hat.

Leon hat Ideen für eine andere Organisation des
Apotheken-Notdienstes. Das Dispensierrecht selbst sieht er jedoch
kritisch.

Laura macht deutlich: Gerade in kritischen und akuten Situationen
braucht es die Zusammenarbeit von Apotheken und Praxen vor Ort.
Genau dann zählt nicht irgendeine Versandstruktur, sondern eine
funktionierende Versorgung direkt vor Ort.

Auch Leon sieht insbesondere ausländische Versandapotheken
kritisch. Für ihn sind sie eher Logistikunternehmen als echte
Versorgungsstrukturen.

Und am Ende bleibt ein Punkt, der sich nicht schönreden lässt:
Die Politik darf die Rahmenbedingungen dieser Berufe nicht weiter
kaputtmachen. Fachkräftemangel gibt es längst, Apotheken
verschwinden und immer weniger Menschen ziehen Medizin überhaupt
noch als Beruf in Betracht.

Leon auf Instagram und TikTok: @leon.pharmazie

Leon’s Onlineshop: www.leon-pharmazie.shop

Foto von Leon: Wort & Bild Verlag / Andreas Müller

Mehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhaus

Zum Shop von Laura: https://lauradalhaus-shop.de/
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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