Hören heißt noch lange nicht automatisch
verstehen.
„Du hörst mir ja nie zu.“
„Ich hab dir das doch gesagt.“
„Die Hausaufgabe wurde doch erklärt.“
Sätze, die schnell nach Unaufmerksamkeit, Vergesslichkeit oder
fehlendem Interesse klingen können.
Aber was passiert eigentlich, wenn Sprache,
Hintergrundgeräusche, viele Reize und Arbeitsgedächtnis
gleichzeitig gefordert sind?
In Mythos 2 spreche ich wieder
mit Christa Brander und Andreas
Starker über Legasthenie – diesmal weit über Lesen
und Rechtschreiben hinaus.
Wir sprechen darüber,
– warum Hören und Verstehen zwei unterschiedliche
Dinge sein können,
– weshalb Gespräche bei Hintergrundgeräuschen enorm anstrengend
werden können,
– was passiert, wenn im Klassenzimmer, Restaurant oder Meeting
viele Stimmen gleichzeitig auf einen einprasseln,
– welche Rolle Reizverarbeitung und
Arbeitsgedächtnis spielen können,
– warum Informationen manchmal scheinbar einfach „weg“ sind
– und weshalb daraus schnell Missverständnisse entstehen
– in der Schule, im Familienalltag, in
Partnerschaften und auch im Berufsleben.
Ich erzähle dabei auch von einer Situation aus meinem früheren
Berufsleben: mehrere Expert sprechen gleichzeitig, ich soll
das Ergebnis am Beamer protokollieren – und in meinem Kopf kommt
plötzlich kaum noch etwas sinnvoll zusammen.
Damals habe ich mich gefragt: Warum fällt mir das
eigentlich so schwer?
Genau solche Situationen finde ich heute besonders spannend.
Denn Legasthenie endet weder beim Diktat noch an der
Schultür.
Und gerade bei Kindern lohnt sich ein genauerer Blick:
Hat das Kind wirklich nicht zugehört?
Oder konnte die Information in diesem Moment vielleicht
gar nicht so verarbeitet werden, wie wir es erwarten?
Christa bringt dabei ihre Perspektive
als Legasthenikerin und Mutter eines Sohnes mit
Legasthenie ein. Andreas berichtet aus seiner
eigenen Erfahrung und seiner Arbeit als Coach für
Erwachsene mit Legasthenie. Und ich ergänze meine
Perspektive aus dem Legasthenietraining, der Elternbegleitung und
meinem eigenen Berufsleben.
Eine Folge über Hören vs. Verstehen, Reize,
Arbeitsgedächtnis, Missverständnisse – und kleine Veränderungen,
die im Alltag einen großen Unterschied machen können.
Über mich:
Ich bin Bea Weinbauer, MA, diplomierte
Legasthenietrainerin und Gründerin von „Stark mit
Legasthenie“.
Ich begleite Kinder mit Legasthenie bzw. Verdacht, ihre Eltern
und interessierte Lehrkräfte dabei, Legasthenie umfassender zu
verstehen, passende Strategien für den Alltag zu entwickeln und
dabei auch die Stärken und besondere Denkweise der Kinder
sichtbar zu machen.
Keine Nachhilfe. Mehr als klassisches
Legasthenietraining.
mutig. kreativ. anders.
stark-mit-legasthenie.de
️ info@stark-mit-legasthenie.de
Wichtig: Legasthenie zeigt sich bei jedem
Menschen unterschiedlich. Die persönlichen Erfahrungen und
möglichen Begleiterscheinungen, über die wir in dieser Folge
sprechen, treffen daher nicht automatisch auf jede Person mit
Legasthenie zu.
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