Drei Kinder. Eine Familie. Drei ganz unterschiedliche
Wege mit Legasthenie.
Eva ist Mama von drei Kindern – und bei allen drei zeigt sich
Legasthenie anders.
Besonders spannend ist die Geschichte ihres ältesten
Sohnes: Hochbegabung und
Legasthenie treffen bei ihm aufeinander. Kognitiv
war er vielen Kindern schon früh voraus, beschäftigte sich mit
komplexen Themen – gleichzeitig wurde gerade das Lesen zu einer
enormen Herausforderung.
Genau dieser scheinbare Widerspruch beschäftigt viele
Eltern:
Wie kann mein Kind so klug, kreativ oder schnell im
Denken sein – und sich gleichzeitig mit Lesen oder Rechtschreiben
so schwertun?
Wir sprechen darüber,
– wie unterschiedlich sich Legasthenie innerhalb
einer Familie zeigen kann,
– was die Kombination aus Legasthenie und
Hochbegabung bedeuten kann,
– warum Kinder trotz großer Fähigkeiten an sich zweifeln
können,
– welche Rolle Schule, Lehrkräfte, Mitschüler und das
familiäre Umfeld spielen,
– warum die passende Unterstützung einen riesigen Unterschied
machen kann,
– und weshalb
eine Legasthenie-Diagnostik auch
Entlastung bringen kann.
Ein Satz aus Evas Erzählung ist mir dabei besonders hängen
geblieben:
„Dann bin ich also nicht dumm und nicht faul.“
Denn genau das hatte ihr Sohn aus seinen Schwierigkeiten
irgendwann selbst geschlossen – obwohl ihm das niemand gesagt
hatte. Er sah, was andere Kinder scheinbar selbstverständlich
konnten, und begann dadurch, an sich zu zweifeln.
Wir sprechen aber auch darüber, was danach kommt.
Über unterschiedliche Schulwege. Über Therapie und Logopädie.
Über Umwege. Über kreative Interessen, Ausbildung, Abitur, Musik,
Zahntechnik und darüber, dass ein schwieriger Start beim Lesen
und Schreiben wenig darüber aussagt, welchen Weg ein
Kind später einmal gehen wird.
Und natürlich geht es auch um die Frage:
Was hilft Kindern mit Legasthenie dabei, ihre eigenen
Fähigkeiten wahrzunehmen und ihren eigenen Weg zu
finden?
Eva bringt es am Ende sehr schön auf den Punkt: Kinder sollen
verstehen können, warum ihnen manche Dinge schwerer fallen – und
gleichzeitig wissen, dass sie Fähigkeiten haben und ihren Platz
finden dürfen.
Ich bin Bea Weinbauer, diplomierte
Legasthenietrainerin und Gründerin von „Stark mit
Legasthenie“.
Ich begleite Kinder mit Legasthenie bzw. Legasthenie-Verdacht und
ihre Eltern dabei, besser zu verstehen, was hinter den
Herausforderungen steckt, passende Strategien zu entwickeln und
gleichzeitig den Blick auf die Stärken und Fähigkeiten des Kindes
zu richten.
Denn für mich ist Legasthenie viel mehr als Lesen und
Rechtschreiben.
Mehr über meine Arbeit findest du
auf stark-mit-legasthenie.de.
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