Falten waren Charakter und wenn die Haare weniger wurden, gehörte
das eben zum Älterwerden dazu.
Beim Thema Aussehen hatten wir Männer lange einen ziemlich guten
Deal?
Heute stehen Fitnessstudio, Haartransplantation und Botox auch
bei Männern auf dem Programm. Wo hört es auf, sich etwas Gutes zu
tun? Und wo beginnt der Druck, mit 60, 50, 40 oder sogar schon
mit 30?
In dieser Folge sprechen Ralph Wagner und Morten Püschel
mit Prof. Dr. Ulrich Rosar, Soziologe an
der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Er erforscht seit
vielen Jahren, wie das Aussehen unsere Chancen beeinflusst – bei
der Partnersuche, im Beruf und sogar in der Politik.
Wer auf den Trost „Es kommt auf die inneren Werte an“ gehofft
hat, muss jetzt stark sein. Rosar erklärt, warum attraktive
Menschen häufig Vorteile haben, weshalb wir uns von schönen
Gesichtern blenden lassen und warum mehr Optimierung trotzdem
nicht automatisch schöner macht.
Außerdem verrät Morten, welchen Tipp ihm Cindy Crawford einmal
persönlich zur Partnersuche gegeben hat. Ob er damit bei ihr eine
Chance gehabt hätte?
Darüber müssen wir reden.
Darum geht es in dieser Folge
Welche Vorteile gutes Aussehen verschaffen kann – und warum
es trotzdem kein Kompetenznachweis ist.
Weshalb auch Männer mehr in ihr Äußeres investieren und
Schönheitseingriffe gesellschaftlich akzeptierter werden.
Wie soziale Medien und Filter unseren Blick auf den eigenen
Körper verändern können.
Warum makellose Zähne und glatte Haut wenig bringen, wenn das
Gesamtbild künstlich wirkt.
Was Männer mit Pflege, Frisur und Bart für ihr
Erscheinungsbild tun können.
Welche Schönheitsklischees Rosar bestätigt – und welchen er
widerspricht.
Warum Aussehen den ersten Kontakt erleichtern kann, für eine
Beziehung aber gemeinsame Interessen und ein ähnlicher Humor
zählen.
Ein Gedanke aus dem Gespräch bleibt besonders hängen: Mit 60 gut
aussehen zu wollen, bedeutet nicht, aussehen zu müssen wie mit
30.
Wissenschaft: Gibt es den Schönheitsschlaf
wirklich?
Für unsere Wissenschaftsnews schauen wir auf eine Studie von Tina
Sundelin und ihrem Team: 25 Menschen wurden nach normalem Schlaf
und nach zwei Nächten mit jeweils nur vier Stunden Bettzeit
fotografiert. Anschließend bewerteten 122 Personen die Bilder.
Nach den kurzen Nächten wirkten dieselben Menschen im
Durchschnitt müder, weniger gesund und weniger attraktiv. Auch
die Bereitschaft der Betrachtenden, mit ihnen Zeit zu verbringen,
fiel geringer aus.
Ausschlafen macht uns also nicht über Nacht zu George Clooney.
Aber bevor wir die nächste vermeintliche Problemzone entdecken,
lohnt sich vielleicht ein Blick auf unsere Nächte.
Quelle: Sundelin et al. (2017), Negative effects of
restricted sleep on facial appearance and social appeal, Royal
Society Open Science.
Hier geht es zur Studie
Mehr über guten Schlaf hört ihr in Folge 7 mit
Schlafforscher Dr. Albrecht Vorster.
Unser Selbsttest: Wie symmetrisch sind unsere
Gesichter?
Ein Porträtfoto, zwei Gesichtshälften – und plötzlich sehen Ralph
und Morten ziemlich anders aus.
Für unseren Selbsttest spiegeln wir jeweils die linke und die
rechte Gesichtshälfte zu einem vollständigen Gesicht und
vergleichen die Ergebnisse mit dem Original.
Ein kleines Fotoexperiment mit überraschenden Ergebnissen. Eine
Schönheitsnote lässt sich daraus allerdings nicht ableiten.
Diese Folge ist für dich, wenn …
… du dich fragst, wie viel du für dein Aussehen tun möchtest,
warum dich der Blick in den Spiegel manchmal unzufrieden macht
oder ob du wirklich jedem grauen Haar den Kampf ansagen musst.
Eine Folge über Schönheit, Eitelkeit, faire Chancen und die
Frage, wie wir älter werden wollen.
Mehr zu „Jungs, wir müssen reden!“ findet ihr
auf www.jungsreden.de.
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️ Jungs, wir müssen reden!
Der Podcast für Männer in den besten Jahren – und alle Frauen,
die sich für diese Männer interessieren.
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