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  4. "Gott sei Dank ist der Himmel offen" - Norbert Bauer im Gespräch
Jesus erkennt Nathanael, der unter einem Feigenbaum sitzt und
betet. Norbert Bauer, Leiter der Karl Rahner Akademie in Köln sagt,
der Feigenbaum könne für den Ort stehen, an dem fromme Menschen die
Tora studierten. Nathanael erscheint so als ein Mensch, der tief in
der jüdischen Tradition verwurzelt ist. Überhaupt, betont Bauer,
darf die Szene nicht aus dem Blick verlieren, dass Jesus und seine
ersten Jünger Juden waren.Am Ende der Begegnung spricht Jesus von
Engeln, die über dem Menschensohn auf- und niedersteigen. Das
erinnert Bauer an die Himmelsleiter aus dem Alten Testament: ein
Bild dafür, dass der Himmel offen und die Erde nicht alles ist. Für
Bauer liegt darin auch eine persönliche Botschaft: „Gott sei Dank
ist der Himmel nach oben offen.“ Denn der Blick nach oben könne
helfen, sich nicht ausschließlich an das Diesseits zu binden,
sondern die Hoffnung auf eine Wirklichkeit wachzuhalten, die über
diese Welt hinausweist.Aus dem Johannes Evangelium: In jener
Zeit sah Jesus Natánaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Sieh,
ein echter Israelit, an dem kein Falsch ist. Natánaël sagte zu ihm:
Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich
Philíppus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen.
Natánaël antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist
der König von Israel! Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich
dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah; du wirst noch
Größeres als dieses sehen. Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich
sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf-
und niedersteigen sehen über dem Menschensohn. (Joh
1,47-51)( Ständige Kommission für die Herausgabe der
gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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„"Gott sei Dank ist der Himmel offen" - Norbert Bauer im Gespräch“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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