Im Podcast "Blick in die Bibel" schwärmt Ann-Kathrin Buhl,
Pastoralreferentin in Köln-Kalk, heute von den Frauen der Bibel:
"Esther hat mit ihrem Mut ein ganzes Volk gerettet. Daraus entstand
das Purimfest, das unserem Karneval gar nicht so unähnlich ist."
Auch Tamar habe sich "mit ganz viel Cleverness gegen erfahrenes
Unrecht" gewehrt und so für Gerechtigkeit gesorgt. Spannend findet
Ann-Kathrin Buhl aber auch die Heilung des Besessenen: "Der Name
'Legion' verweist auf das römische Besatzungsheer. Die Geschichte
macht Menschen Hoffnung, dass die Unterdrückung ein Ende haben
wird."Im Bibeltext aus dem Lukasevangelium stellt Jesus radikale
Bedingungen: "Wer nicht sein Kreuz trägt, kann nicht mein Jünger
sein – und keiner kann mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen
ganzen Besitz verzichtet." Ann-Kathrin Buhl deutet die Aussage so:
"Jesus will keine Enttäuschung. Er sagt klar und fair, was
Nachfolge bedeutet." Es gehe weniger um materielle Besitzlosigkeit
als um Bewusstsein. Wie die Nachfolge konkret aussieht, darf ganz
individuell entschieden werden.Warum Jesu Radikalität fair ist und
was sie für unser heutiges Leben bedeutet, erfahrt ihr im
Podcast!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit begleiteten
viele Menschen Jesus; da wandte er sich an sie und sagte: Wenn
jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder,
Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann
er nicht mein Jünger sein. Wer nicht sein Kreuz trägt und hinter
mir hergeht, der kann nicht mein Jünger sein. Denn wenn einer
von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin
und berechnet die Kosten, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben
ausreichen? Sonst könnte es geschehen, dass er das Fundament gelegt
hat, dann aber den Bau nicht fertigstellen kann. Und alle, die es
sehen, würden ihn verspotten und sagen: Der da hat einen Bau
begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen.Oder wenn ein König
gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht
zuerst hin und überlegt, ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem
entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt?
Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, solange der
andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden.Ebenso kann einer
von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz
verzichtet. (Lk 14,25-33)( Ständige Kommission für die
Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen
Sprachgebiet)
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