Ein Praktikum in der Gefängnisseelsorge hat Ann-Kathrin Buhl den
Weg in die Seelsorge gewiesen. Besonders berührt habe sie, dass
Menschen trotz ihrer Vergangenheit angenommen werden können: "Da
steckt trotzdem noch ein Mensch dahinter." Diese Haltung prägt auch
ihre Arbeit als Pastoralreferentin in Köln-Kalk, wo ihr ein
vielfältiges und offenes Bild von Kirche wichtig ist.Am Gedenktag
Allerseelen geht es im Evangelium um Marta, die um ihren Bruder
Lazarus trauert. Jesus sagt zu ihr: "Ich bin die Auferstehung und
das Leben." Ann-Kathrin Buhl sieht in der Begegnung eine Einladung,
die unterschiedlichen Wege der Trauer ernst zu nehmen und zugleich
auf ein Leben nach dem Tod zu vertrauen. Sie ist überzeugt, dass
wir die Menschen, die wir von Herzen geliebt haben, wiedersehen
werden.Wie kann dieser Glaube gerade in der Trauer neue Zuversicht
schenken? Jetzt reinhören!Aus dem Evangelium nach Johannes:Als
Jesus in Betánien ankam, fand er Lázarus schon vier Tage im Grab
liegen. Betánien war nahe bei Jerusalem, etwa fünfzehn Stadien
entfernt. Viele Juden waren zu Marta und Maria gekommen, um sie
wegen ihres Bruders zu trösten. Als Marta hörte, dass Jesus komme,
ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus sitzen. Marta sagte
zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht
gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest,
wird Gott dir geben.Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird
auferstehen. Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird
bei der Auferstehung am Jüngsten Tag. Jesus sagte zu ihr: Ich bin
die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben,
auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird
auf ewig nicht sterben. Glaubst du das? Marta sagte zu ihm: Ja,
Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der
in die Welt kommen soll. (Joh 11,17-27)( Ständige Kommission
für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen
Sprachgebiet)
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