Was braucht es, damit in neuen Stadtquartieren nicht nur Wohnraum
entsteht, sondern auch Zusammenhalt? In dieser Podcastfolge von
„Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht Sabine de Buhr,
Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, mit Prof. Dr. Peter
Dirksmeier, Leiter am Forschungsinstitut Gesellschaftlicher
Zusammenhalt der Leibniz Universität Hannover. Auf Basis aktueller
wissenschaftlicher Forschungsergebnisse erläutert er, wie
Zugehörigkeit entsteht und was Menschen in einer Nachbarschaft
verbindet. Dabei wird deutlich: Planung kann Begegnung ermöglichen,
Gemeinschaft aber nicht verordnen. Im Gespräch geht es um soziale
Mischung, Quartiersmanagement, gemeinschaftlich nutzbare Räume und
die Chancen klimaneutraler Stadtentwicklung Für Peter Dirksmeier
ist eine funktionierende Nachbarschaft vor allem eine Frage der
Verbundenheit zwischen Menschen: „Wenn ich sage, ich bin auch
bereit, was für meine Nachbarinnen und Nachbarn zu tun, dann ist
das wohl eine funktionierende gute Nachbarschaft.“ Doch welche
Rolle spielen Bibliotheken, Kitas, Gemeinschaftsräume und andere
soziale Infrastrukturen? Sie schaffen Orte, an denen Menschen sich
regelmäßig begegnen und Vertrauen entwickeln können. Dazu Peter
Dirksmeier: „Das entsteht weniger durch die schiere Existenz einer
Bibliothek, sondern über den über die Zeit sich immer wieder
perpetuierenden Kontakt, wo dann Vertrauen aufgebaut wird.“ Für die
Planung neuer Stadtquartiere bedeutet das auch, den Blick auf die
unspektakulären Orte des Alltags zu richten. Nicht allein der
zentrale Platz prägt das Zusammenleben. Ebenso wichtig sind helle
Eingänge, Wege und Bänke, die Aufenthalt und zufällige Begegnungen
ermöglichen. „Für Menschen, die dann da wirklich leben, sind diese
kleinen Gelegenheitsstrukturen, die den Alltag vielleicht ein
bisschen vereinfachen oder erleichtern, sehr, sehr wesentlich“,
erklärt Peter Dirksmeier. Eine Folge über die räumlichen und
sozialen Voraussetzungen guter Nachbarschaft und über die Frage,
wie aus neuen Wohnorten lebenswerte Quartiere werden
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