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  4. Intellektuell souverän? Lehre an Hochschulen und generative KI
Mehr als andere Sphären des öffentlichen Lebens wird derzeit der
Bildungsbereich durch die leichte Zugänglichkeit sogenannter
„General Purpose AI“ verändert. So steht auch die Hochschullehre
nach dem sogenannten „Chat-GPT-Moment“ vor grundsätzlichen und
schwierigen Fragen. Wieviel Assistenz sollte erlaubt sein? Was
lernt man durch KI-Nutzung gar nicht mehr? Und wo beginnt in
Prüfungen die Schwelle zum Betrug? Studierende haben sehr schnell
begonnen, Sprachmodelle zu ihrer Entlastung einzusetzen – und
Regeln für gute Lehre trotz oder mit KI sind nicht einfach zu
finden. Dieser Realität müssen sich Lehrende stellen, und sie tun
das zurzeit noch mit ganz unterschiedlichen Strategien, denn
einheitliche Leitfäden gibt es nicht – und sollte es angesichts der
Unterschiedlichkeit der Fächer wohl auch niemals geben. Denn
jenseits von Fairness im Prüfungsalltag und von der Vorbereitung
auf eine von KI geprägte Arbeitswelt muss die Frage, wo und wie KI
zum Einsatz kommen soll, auch und vor allem vor dem Hintergrund des
fachlichen Kerns einer jeden wissenschaftlichen Disziplin
beantwortet werden. Ebenso gilt weiterhin: Bildung muss kritisches,
selbständiges Denken fördern. Sie muss die Freude am Lernen
erhalten und diese auch fördern – gerade in Zeiten von generativer
KI. Folkmar Bornemann ist Professor für numerische Mathematik und
wissenschaftliches Rechnen an der Technischen Universität München
und Mitglied der wissenschaftlichen Kommission des
Wissenschaftsrats. Im Digitalgespräch schildert der Experte,
angesichts welcher Ereignisse der Wissenschaftsrat die Arbeit an
seinem Positionspapier zu Hochschulbildung in Zeiten generativer KI
aufgenommen hat und welche Überlegungen den Empfehlungen zugrunde
liegen, die das Papier Entscheidungsträgern an die Hand gibt. Er
zeigt grundlegende Spannungsfelder auf, in denen Hochschulen sich
dabei bewegen, und macht deutlich, wie Interessen von Wirtschaft
und Politik dabei hineinspielen. Mit den Gastgeberinnen Marlene
Görger und Petra Gehring – Gehring war ebenfalls an der Entstehung
des besprochenen Papiers beteiligt – diskutiert Bornemann, welche
Bedeutung unterschiedliche Fachlichkeiten für die Beschreibung der
neuen Realitäten und die Entwicklung von KI-Strategien spielen, wo
die Hochschulen öffentliche Unterstützung brauchen, um gute
Angebote machen zu können, und wie zentral die existenzielle
Bedeutung der Lust am Lernen und Denken gerade heute ist. Link zum
Originalbeitrag:
https://zevedi.de/digitalgespraech-083-folkmar-bornemann Link zur
Kurzfassung der Publikation „Intellektuelle Souveränität:
Empfehlungen für die Hochschulbildung in Zeiten von generativer KI“
des Wissenschaftsrats: https://doi.org/10.57674/7ekd-bk23 Link zur
Langfassung der Publikation „Intellektuelle Souveränität:
Empfehlungen für die Hochschulbildung in Zeiten von generativer KI“
des Wissenschaftsrats: https://doi.org/10.57674/1evx-t906
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„Intellektuell souverän? Lehre an Hochschulen und generative KI“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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