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  4. „Uns geht es noch viel zu gut" | ifm-CEO Marhofer über Politik, Bürokratie & Standort Deutschland (#50)
„Uns geht es noch viel zu gut." So erklärt Michael Marhofer,
warum er für den Wirtschaftsstandort Deutschland im Moment keine
Hoffnung sieht, und über die Politik wird der ifm-CEO dann noch
deutlicher: „Denen geht es darum, dass sie wiedergewählt werden."

Der Mann, der das sagt, führt ein Unternehmen, das kaum jemand
kennt und das trotzdem fast jeder täglich benutzt, spätestens
beim Einsteigen in den nächsten Aufzug. ifm baut die Sensoren,
die dafür sorgen, dass die Tür wieder aufgeht, dazu Steuerungen
für Maschinen und inzwischen KI-Software, und ist damit zur
Nummer 6 der Welt geworden.

Wir haben uns in Hamburg getroffen, um über Nachfolge, Zölle,
China und die Frage zu sprechen, wie man so ein
Familienunternehmen an die Börse bringt.Angefangen hat das an
Silvester 2000, als sein Vater das Büro räumte und der 32-jährige
Sohn eine Firma mit 250 Millionen Euro Umsatz in 13 Ländern
übernahm. Seitdem ist Wachstum bei ifm keine Kennzahl, sondern
eine Stimmungslage, denn fällt es unter 6 Prozent im Jahr, sitzen
die Leute schlecht gelaunt in den Besprechungen. Passiert ist das
selten. Im Schnitt waren es 10 Prozent, aktuell sind es 14, und
aus den 250 Millionen sind 1,7 Milliarden Euro geworden, aus 13
Ländern 50, aus der Belegschaft 9.000 Menschen.

Nur liegen davon heute noch 13 Prozent in Deutschland, zu Beginn
seiner Zeit waren es 40.Das nächste Kapitel ist längst
aufgeschlagen, denn mit KKR sitzt inzwischen ein Finanzinvestor
am Tisch, der die Firma börsenreif machen soll, und Marhofers
letzter Arbeitstag steht auf den Tag genau fest.

Also frage ich ihn, mit welchem Volumen er in den MDAX will. Ob
er die Zahl nennt, müsst ihr in der Folge herausfinden.
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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