Spirit Airlines ist pleite. Was bleibt, sind Flugzeuge,
Gates, Möbel — und zwanzig Jahre E-Mails, Kundenbeschwerden und
Sicherheitsnotizen. Und genau dafür will Google laut Reuters 10
Millionen Dollar zahlen. Nicht für die Flugzeuge. Für das, was
die Firma wusste.
Heute verschwimmt die Grenze zwischen dem Digitalen und dem
Realen — in vier Geschichten. Eine tote Firma, deren Daten
plötzlich Gold wert sind. Ein Restauranttest, den Europa
verliert. Eine Überschwemmung, bei der Technik wirklich Leben
rettet. Und neun Milliarden Möglichkeiten, verschenkt an die
Forschung.
In dieser Folge:
Spirit Airlines: was eine tote Firma noch wert
ist (02:07) — wenn eine Firma pleitegeht, verkauft man
zuerst die Möbel, die Laptops, die Flugzeuge. Und jetzt das
Archiv. Zwanzig Jahre interne Kommunikation sind
Trainingsmaterial, das niemand synthetisch erzeugen kann. Deine
digitalen Daten sind auf einmal Goldes wert — und die Frage ist,
wer heute Zugriff darauf hat.
Ab nach China: der Restauranttest (06:29) — du
bist im Hotel, draußen regnet es, du brauchst ein Restaurant und
ein Taxi. In Europa: Maps auf, suchen, andere App, buchen,
hoffen. In China wird gerade ausgerollt, dass du einfach fragst
und es passiert. Diese Concierge-Erfahrung gab es früher nur im
sehr teuren Hotel. Was mich nervös macht: wann kommt das zu uns?
Nepal: wenn Technik Leben rettet (11:08) — die
große Überschwemmung zwischen Nepal und Tibet. Wir reden auf
diesem Podcast eher kritisch über Humanoide, die in Messehallen
Rückwärtssaltos machen. Das hier ist das andere: Drohnen, die
Menschen evakuieren und Material dorthin bringen, wo niemand
hinkommt. Diese Kombination aus Technik und KI in einem
Katastrophengebiet rettet gerade Leben.
Neun Milliarden Möglichkeiten (15:08) — Google
DeepMind veröffentlicht Vorhersagen für neun Milliarden
mögliche Einzelbuchstaben-Änderungen in der DNA — gegen
ein Buch von rund drei Milliarden Buchstaben. Forscher können
neun Milliarden Möglichkeiten nicht einzeln durchtesten. Es gibt
ihnen nicht die Antwort, es verkleinert den Suchraum. Und sie
haben es der Forschung gratis gegeben.
Der Samstags-Faden (18:57) — die Grenze zwischen
dem Digitalen und dem Realen verschwimmt. Bei einer Pleite
verkaufst du nicht mehr nur Möbel. Bei einer Katastrophe müssen
nicht mehr sofort Menschen hin.
Eine Sache für diese Woche: frag dich, was deine Firma tot wert
wäre. Nicht die Anlagen — das Archiv. Und dann frag, wer heute
Zugriff darauf hat.
Schreib Malcolm auf WhatsApp/Telegram/Signal: +43 676 6144 904
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