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  4. #56 Was fühlst du wirklich?
Was fühlen wir eigentlich, wenn wir sagen: „Mir geht’s schlecht“?
Und warum macht es für unser Gehirn einen Unterschied, ob wir
Angst, Wut, Ekel, Nervosität oder Aufregung empfinden?

In dieser Folge sprechen wir über emotionale
Granularität, also über die Fähigkeit, die eigenen
Emotionen möglichst differenziert wahrzunehmen und voneinander zu
unterscheiden. Denn je genauer wir unsere Gefühle und die
dazugehörigen Körperempfindungen kennenlernen, desto
differenzierter werden die Konzepte, auf die unser Gehirn bei
seinen Vorhersagen zurückgreifen kann.

Dabei wird es ziemlich praktisch: Coralie beschreibt, wie sich
Ekel für sie in einer ganz bestimmten Situation
anfühlt und Susanne stellt überrascht fest, dass sie dieselbe
Situation überhaupt nicht mit Ekel verbinden würde. Ein schönes
Beispiel dafür, dass ein und dieselbe Emotion bei verschiedenen
Menschen unterschiedlich erlebt und mit unterschiedlichen
Erfahrungen verknüpft sein kann.

Wir schauen außerdem auf das Affektkreuz mit Valenz und
Arousal: Fühlt sich etwas angenehm oder unangenehm an?
Steckt viel oder wenig Energie im Körper? Und wo genau nehmen wir
diese Körperempfindungen wahr?

Am Beispiel von Prüfungsangst, Nervosität und
Aufregung wird deutlich, wie ähnlich sich körperliche
Signale anfühlen können und wie unterschiedlich unser Gehirn sie
trotzdem einordnen kann.

Und dann wären da noch Gläser und Eimer. Denn unser Gehirn lernt
aus Erfahrungen, aber es kann auch neue Erfahrungen machen und
seine bisherigen Vorhersagen verändern. Nur weil man einmal aus
einem Eimer getrunken hat, muss man schließlich beim nächsten
Besuch nicht gleich den ganzen Tisch mit Eimern decken.

Zum Schluss entsteht daraus bereits die Idee für die nächste
Folge: ein persönliches „Vokabelbuch der
Emotionen“, mit dem wir unsere eigene emotionale
Landkarte Stück für Stück differenzierter kennenlernen wollen.
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„#56 Was fühlst du wirklich?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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