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Wir sind Rahma Ataie und Nina Heinemann und wir arbeiten beim St.
Elisabeth-Verein in Marburg im Fachbereich Pflegefamilien Hessen.
Mit einigen KollegInnen produzieren wir seit April 2020 den
Podcast Pflegefamilien Deutschland. Es sind inzwischen schon 107
Episoden auf allen einschlägigen Podcastplattformen zu hören. Wir
veröffentlichen alle vier Wochen, freitags um 8:00 Uhr morgens
eine neue Folge.

In unserem Fachbereich Pflegefamilien betreuen wir aktuell über
140 Familien mit fast 200 Kindern. Herzlich willkommen!

Heute sprechen wir über ein Thema, das einige Pflegefamilien
betrifft und bewegt: AD(H)S – die
Aufmerksamkeitsdefizit-(Hyperaktivitäts-)störung.

Gerade bei Pflegekindern zeigt sich ADHS häufig in einer
besonderen Komplexität. Frühere Belastungserfahrungen,
Bindungsabbrüche oder traumatische Erlebnisse können das
Verhalten beeinflussen und machen es nicht immer leicht, ADHS
klar einzuordnen.

Was bedeutet ADHS eigentlich genau? Wie zeigt es sich im Alltag –
und was brauchen Pflegekinder und ihre Familien ganz konkret, um
gut damit leben zu können?

Darüber sprechen wir heute mit Prof. Dr. Christiansen. Sie ist
Professorin für Klinische Kinder- und Jugendlichenpsychologie an
der Universität Marburg und Leiterin des Instituts für Kinder-
und Jugendlichenpsychotherapie-Ausbildung in Marburg.

Schön, dass Sie heute bei uns sind: Herzlich Willkommen Frau
Christiansen!

- Wie kam es dazu, dass Sie Expertin für genau dieses Thema
geworden sind?

- Frau Prof. Christiansen, was genau versteht man unter ADHS –
und was wird dabei häufig missverstanden?

- Welche Ursachen hat ADHS – und welche Rolle spielen genetische
vs. Umweltfaktoren?

- Gibt es Besonderheiten bei Pflegekindern, die ADHS betreffen
oder überlagern können?

- Wie zeigt sich ADHS typischerweise im Alltag von Kindern – und
wie verändert sich das mit dem Alter? Gibt es auch schon
Anzeichen bereits im Säuglings- und Kleinkindalter? Wie ändert
sich das Verhalten im Schulalter bis hin zur Pubertät?

- Woran können Pflegeeltern erkennen, ob es sich eher um ADHS, um
Traumafolgen oder um beides handelt?

- Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen für
Pflegefamilien mit einem ADHS-Kind?

- Welche Rolle spielen Bindungserfahrungen und frühere
Belastungen im Zusammenleben?

- Trotz aller Schwierigkeiten: Welche Stärken bringen Kinder mit
ADHS oft mit?

- Wie können Pflegefamilien diese gezielt fördern?

- Wie können Pflegeeltern mit impulsivem oder aggressivem
Verhalten umgehen?

- Welche zwei bis drei konkreten Strategien helfen Pflegefamilien
im Alltag besonders?

- Was ist im Umgang mit herausforderndem Verhalten besonders
wichtig – gerade aus bindungsorientierter Sicht?

- Was braucht es aus Ihrer Sicht für eine gute Zusammenarbeit
zwischen Institutionen wie Kindergarten oder Schule und
Pflegeeltern?

- Wie können Pflegeeltern gut für sich selbst sorgen (Stichwort:
Selbstfürsorge)?

- Welche Unterstützungssysteme sollten Pflegefamilien unbedingt
nutzen (z. B. Jugendhilfe, Schule, Selbsthilfe)? Was gibt es
vielleicht für unsere hessischen Pflegefamilien, die wir
begleiten und hier zuhören als Hinweis, wo sie sich hinwenden
können?

- Welche Therapieansätze sind bei ADHS besonders wirksam?

- Wann kann auch eine medikamentöse Behandlung sinnvoll sein?

- Was möchten Sie Pflegefamilien, die ein Kind mit ADHS
begleiten, unbedingt mit auf den Weg geben?

Mehr Informationen zu Frau Prof. Dr. Hanna Christiansen:

https://www.uni-marburg.de/de/fb04/team-christiansen/team/prof-dr-hanna-christiansen

Link zur Marburg Psychotherapie-Ambulanz (Schwerpunkt ADHS und
Angststörungen)

https://www.psychotherapie-marburg.de/index.php/kinder-u-jugendlichen-psychotherapie-ambulanz

Hier finden Sie uns im Internet:

www.elisabeth-verein.de

www.pflegefamilien-hessen.de

www.pflegefamilien-akademie.de

www.pflegefamilien-deutschland.de
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„ADHS bei Pflegekindern“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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