Was bleibt, wenn alle Anstrengungen scheinbar nichts
bringen? Im Evangelium haben Petrus und seine Gefährten die
ganze Nacht gearbeitet – ohne Erfolg. Katharina Sichla entdeckt
darin eine tröstliche Botschaft: Der Wert eines Menschen hängt
nicht davon ab, was er leistet. Auch sie kennt den beruflichen
Druck, am Ende eines Tages das Gefühl zu haben, nicht genug
geschafft zu haben. Vertrauen kann helfen, sich trotzdem noch
einmal auf etwas Neues einzulassen. Und „Nachfolge“ muss für
Katharina nicht gleich bedeuten, alles stehen und liegen zu lassen.
Sie zeigt sich vielmehr im Alltag: darin, wie wir mit anderen
umgehen und welche Entscheidungen wir treffen.Eine Folge über
Leistung, Vertrauen und gelebte Werte – jetzt reinhören in „Blick
in die Bibel“!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit, als
Jesus am Ufer des Sees Gennesaret stand, drängte sich das Volk um
ihn und wollte das Wort Gottes hören. Da sah er zwei Boote am Ufer
liegen. Die Fischer waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze.
Jesus stieg in das Boot, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein
Stück weit vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich und lehrte das
Volk vom Boot aus. Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu
Simon: Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus!
Simon antwortete ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet
und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze
auswerfen. Das taten sie, und sie fingen eine so große Menge
Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten. Deshalb winkten sie
ihren Gefährten im anderen Boot, sie sollten kommen und ihnen
helfen. Sie kamen, und gemeinsam füllten sie beide Boote bis zum
Rand, so dass sie fast untergingen. Als Simon Petrus das sah, fiel
er Jesus zu Füßen und sagte: Herr, geh weg von mir; ich bin ein
Sünder. Denn er und alle seine Begleiter waren erstaunt und
erschrocken, weil sie so viele Fische gefangen hatten; ebenso ging
es Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus, die mit Simon
zusammenarbeiteten. Da sagte Jesus zu Simon: Fürchte dich nicht!
Von jetzt an wirst du Menschen fangen. Und sie zogen die Boote an
Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach. (Lk
5,1-11)( Ständige Kommission für die Herausgabe der
gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
Kommentare (0)
Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.