Im Podcast "Blick in die Bibel" erklärt Pater Maximilian Krenn
heute, dass Menschen mit Lebensfragen ins Kloster kommen: "Wer bin
ich? Wie lebe ich meinen Glauben?" Seine Methode der
Bibelbetrachtung: "Erst den Text auf sich wirken lassen – dann erst
die eigenen Gedanken einbringen."Im Evangelium salbt eine
"Sünderin" Jesus die Füße. Pater Maximilian betont: "Es geht nicht
darum, mehr zu sündigen, um mehr zu lieben – sondern um die Sünde
bewusst zu bereuen." Jesus sagt: "Wem viel vergeben wird, der liebt
viel." Die Botschaft von Pater Maximilian: "Wir sind alle Sünder –
und doch bedarf jeder Gottes Barmherzigkeit."Warum Vergebung uns
demütig macht, erfahrt ihr im Podcast!Aus dem Evangelium nach
Lukas:In jener Zeit hatte einer der Pharisäer Jesus zum Essen
eingeladen. Und er ging in das Haus des Pharisäers und begab sich
zu Tisch. Und siehe, eine Frau, die in der Stadt lebte, eine
Sünderin, erfuhr, dass er im Haus des Pharisäers zu Tisch war; da
kam sie mit einem Alabastergefäß voll wohlriechendem Öl und trat
von hinten an ihn heran zu seinen Füßen. Dabei weinte sie und
begann mit ihren Tränen seine Füße zu benetzen. Sie trocknete seine
Füße mit den Haaren ihres Hauptes, küsste sie und salbte sie mit
dem Öl.Als der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, sagte
er zu sich selbst: Wenn dieser wirklich ein Prophet wäre, müsste er
wissen, was das für eine Frau ist, die ihn berührt: dass sie eine
Sünderin ist. Da antwortete ihm Jesus und sagte: Simon, ich möchte
dir etwas sagen. Er erwiderte: Sprich, Meister! Jesus sagte: Ein
Geldverleiher hatte zwei Schuldner; der eine war ihm fünfhundert
Denáre schuldig, der andere fünfzig. Als sie ihre Schulden nicht
bezahlen konnten, schenkte er sie beiden. Wer von ihnen wird ihn
nun mehr lieben? Simon antwortete: Ich nehme an, der, dem er mehr
geschenkt hat. Jesus sagte zu ihm: Du hast recht geurteilt.Dann
wandte er sich der Frau zu und sagte zu Simon: Siehst du diese
Frau? Als ich in dein Haus kam, hast du mir kein Wasser für die
Füße gegeben; sie aber hat meine Füße mit ihren Tränen benetzt und
sie mit ihren Haaren abgetrocknet. Du hast mir keinen Kuss gegeben;
sie aber hat, seit ich hier bin, unaufhörlich meine Füße geküsst.
Du hast mir nicht das Haupt mit Öl gesalbt; sie aber hat mit Balsam
meine Füße gesalbt. Deshalb sage ich dir: Ihr sind ihre vielen
Sünden vergeben, weil sie viel geliebt hat. Wem aber nur wenig
vergeben wird, der liebt wenig.Dann sagte er zu ihr: Deine Sünden
sind dir vergeben. Da begannen die anderen Gäste bei sich selbst zu
sagen: Wer ist das, dass er sogar Sünden vergibt? Er aber sagte zu
der Frau: Dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden! (Lk
7,36-50)( Ständige Kommission für die Herausgabe der
gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
Kommentare (0)
Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.