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  4. 093 - Der gläubige American Football Coach - Patrick Fitzgerald
Patrick Fitzgerald kennt das Leben aus unterschiedlichen
Perspektiven: als ehrgeiziger Nachwuchsspieler in North Carolina,
als College-Footballer, als Spieler in Deutschland, als Mitglied
der US-Nationalmannschaft, als Trainer und schließlich als
Familienvater in Vorarlberg. Sein Lebensweg ist dabei alles
andere als geradlinig. Er erzählt von Erfolgen und Rückschlägen,
von Verletzungen, beruflichen Umwegen und Entscheidungen, die
seine Zukunft verändert haben.

Im Mittelpunkt steht ein Mann, für den American Football zunächst
Sport war, später Familie bedeutete und schließlich zum Beruf
wurde.

Patrick Fitzgerald wächst in North Carolina auf. Sein Vater
stammt aus New York und hat selbst American Football in High
School und College gespielt. Auch sein älterer Bruder spielt
Football. Die Voraussetzungen sind damit früh geschaffen.

Doch Football ist nicht seine erste Sportart. Bereits mit fünf
Jahren beginnt Patrick mit Fußball und spielt bis zu seinem
zwölften Lebensjahr. Dazu kommen Baseball, Leichtathletik und
Ringen. Erst in der Middle School erhält er die Möglichkeit,
American Football zu spielen.

Zunächst ist Fitzgerald keineswegs ein Naturtalent. In der
siebten Klasse beginnt er als Tight End. Seine ersten Erfahrungen
sind schmerzhaft: Er erinnert sich an blaue Flecken und
schmerzende Arme nach den Trainingseinheiten. Er selbst
beschreibt seine ersten Jahre als Spieler als ziemlich schlecht.

Doch genau darin liegt eine der wichtigsten Konstanten seines
Lebens: Fitzgerald entwickelt sich nicht deshalb weiter, weil ihm
alles zufällt, sondern weil er bereit ist, zu arbeiten.

Aus dem Tight End wird ein Fullback – ein Spieler, dessen Aufgabe
vor allem darin besteht, Räume zu schaffen, zu blocken und
körperlich hart zu arbeiten.

In der High School nimmt seine Karriere Fahrt auf. Fitzgerald
spielt vier Jahre und wird in seinem dritten und vierten Jahr zum
All-Conference-Spieler gewählt. Damit gehört er zu den
herausragenden Spielern seiner Conference.

Ein besonderer Höhepunkt folgt im Dezember 2005: Fitzgerald wird
für den Shrine Bowl nominiert, bei dem die besten Spieler aus
North Carolina gegen die besten Spieler aus South Carolina
antreten.

Für diese Entwicklung hat er hart gearbeitet. Besonders wichtig
ist für ihn das Training mit seinem Quarterback und Freund.
Fitzgerald beschreibt, wie er ganze Sommer damit verbringt, auf
dem Footballplatz zu trainieren, Bälle zu fangen und Routen zu
laufen.

Der Aufwand zahlt sich aus. Im Übergang vom zweiten zum dritten
High-School-Jahr ist die Veränderung so deutlich, dass Colleges
auf ihn aufmerksam werden. Einladungen zu Camps und Besuchen
folgen.

Sein Weg zeigt bereits hier ein Muster, das ihn später begleiten
wird: Talent eröffnet Möglichkeiten – Disziplin entscheidet
darüber, ob man sie tatsächlich nutzt.

Mit 14 Jahren verliert Patrick seinen Vater an Darmkrebs.

Dieser Verlust verändert sein Leben grundlegend. Football bekommt
für ihn eine neue Bedeutung. Die Mannschaft wird zu einer Art
Ersatzfamilie. Fitzgerald spricht von seinen Mitspielern als
seinen „35 Brüdern“.

Diese Erfahrung prägt auch seinen späteren Wunsch nach einer
eigenen Familie. Der frühe Verlust des Vaters bleibt ein
wichtiger Hintergrund für viele Entscheidungen, die Fitzgerald
später trifft.

Nach der High School erhält Fitzgerald ein Full Scholarship für
die Western Carolina University. Doch auch dort verläuft nicht
alles nach Plan.

Nach rund eineinhalb Jahren beendet er zunächst seine
College-Zeit und nimmt Abstand vom Football. Zwei Jahre lang ist
er nicht an der Universität und spielt auch nicht. Er zieht nach
New York, wo seine Mutter lebt, arbeitet und versucht, seinen
Kopf wieder zu ordnen.

Football scheint zunächst beendet.
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„093 - Der gläubige American Football Coach - Patrick Fitzgerald“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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