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Sonderfolge: Warum ist das Verhältnis von Ost und West immer noch ein Reizthema?

Sonderfolge: Warum ist das Verhältnis von Ost und West immer noch ein Reizthema?

Thema in Sachsen vor 1 Woche
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Warum ist das Verhältnis zwischen Ost und West auch 36 Jahre nach
der Wiedervereinigung ein Reizthema? Und welche Folgen hat das mit
Blick auf bevorstehende Landtagswahlen in zwei Ost-Bundesländern -
für den politischen und gesellschaftlichen Zusammenhalt in der
Bundesrepublik? Darüber haben im Format „Ostdeutschland – zum
Mitreden“ vier Gäste diskutiert, die sich seit vielen Jahren mit
dem Thema beschäftigen: Autorin und Dokumentarfilmerin Grit Lemke,
die Journalistin und Autorin Mareike Reimann, der Soziologe Raj
Kollmorgen und Literaturwissenschaftler sowie Autor Dirk Oschmann.
Moderiert wurde die Diskussion von LVZ- und SZ-Reporterin Antonie
Rietzschel. Die Veranstaltung wurde live per Videostream übertragen
- und gibt es jetzt noch einmal zum Nachhören als Sonderfolge im
Podcast „Thema in Sachsen“. Grit Lemke sieht vor allem die
Abwanderung als zentrales Problem vieler Regionen. Menschen, die
sich engagieren oder politisch anders entscheiden könnten, seien
vielfach weggezogen. Ihre Konsequenz: Ohne Zuzug werde sich daran
wenig ändern. Mareike Reimann fordert einen anderen Blick auf
Ostdeutschland. Statt den Osten vor allem über AfD-Wahlergebnisse
zu erzählen, müsse stärker über strukturelle Unterschiede und über
zivilgesellschaftliches Engagement gesprochen werden. Und: Sie
attestiert Bundeskanzler Friedrich Merz einen einenden Charakter.
Dieser sei als Westdeutscher genauso unbeliebt im Osten wie im
Westen. „Das muss man erstmal schaffen.“ Raj Kollmorgen warnt vor
einfachen Erklärungen. Die DDR-Erfahrung spiele noch eine Rolle,
entscheidender seien heute aber die Folgen der Transformation und
fortbestehende Ungleichheiten zwischen Ost und West. Viele aktuelle
Probleme seien zudem längst gesamtdeutsche. Dirk Oschmann
widerspricht der These, die Stärke des Rechtspopulismus lasse sich
vor allem mit der DDR-Sozialisation erklären. Für ihn sind soziale,
demografische und strukturelle Ursachen entscheidend. Die
emotionale wie reale Benachteiligung von Ostdeutschen nach der
Wende sei bis heute nicht überwunden. Die Debatte hören Sie in
dieser Sonderfolge von „Thema in Sachsen“. Das Format
„Ostdeutschland – zum Mitreden“ ist ein Debattenraum der
Ost-Zeitungshäuser im RedaktionsNetzwerk Deutschland. Dazu gehören
die Leipziger Volkszeitung, die Sächsische Zeitung, die
Ostseezeitung und die Märkische Allgemeine.
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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