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Nach Fund von weiterer Drohne bei Leipzig/Halle: „Es deutet alles in Richtung Russland“

Nach Fund von weiterer Drohne bei Leipzig/Halle: „Es deutet alles in Richtung Russland“

Thema in Sachsen vor 1 Woche
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Der Fund einer weiteren wohl mit Sprengstoff beladenen Drohne im
sachsen-anhaltischen Kabelsketal unweit des Flughafens
Leipzig/Halle wirft neue Fragen zum Ausmaß des Anschlagsversuchs
vor drei Wochen auf. Das Fluggerät soll rund 50 Gramm des
Sprengstoffs Hexogen transportiert haben. „Das bestätigt die
Auffassung, die einige schon hatten, ich ehrlich gesagt auch, dass
es sich um eine professionelle Anschlagsplanung gehandelt hat“,
sagt Sicherheitsexperte Nico Lange im Podcast „Thema in Sachsen“
von Sächsischer Zeitung und Leipziger Volkszeitung. Nicht nur
mehrere Drohnen, sondern auch ein System aus Antennen und Relais
deuteten darauf hin. Dass nun offenbar Hexogen an einer weiteren
Drohne gefunden worden sei, zeige: „Es war ein größerer Anschlag
geplant, der nur durch Glück nicht zu einer Katastrophe geworden
ist.“ Nico Lange, Gründer und Direktor des Instituts für
Risikoanalysen und Internationale Sicherheit, erkennt anhand des
professionellen Vorgehens ein Muster, das stark an die militärische
Drohnennutzung im Krieg in der Ukraine erinnere. „Etwas in diesem
Umfang können wirklich nur wenige professionelle Akteure. Es das
deutet alles in die Richtung Russland“, sagt er. Den neuerlichen
Drohnenfund nimmt Lange zum Anlass für Kritik an den deutschen
Sicherheitsbehörden. Dass diese „durch Rätsel raten und suchen“
jetzt klären müssten, wie viele Drohnen beteiligt waren und wo sie
gestarteten oder gelandet seien, sei bedauerlich. „Im Jahr 2026
müsste man eigentlich längst dazu in der Lage sein.“ Der Podcast
und das Gespräch mit Nico Lange geht auch der Frage nach, wie
anfällig Deutschland für hybride Angriffe ist und wieso es der
Politik mitunter schwerfällt, einen klaren Verdächtigen zu nennen.
Stattdessen ist, so wie im Fall Leipzig, meist von „fremden
Mächten“ die Rede. Lange erklärt, warum er diese Zurückhaltung für
falsch hält. Außerdem geht es in dem Gespräch um die Frage,
inwiefern Einflusskampagnen Teil von hybrider Kriegsführung sind –
und gerade in Ostdeutschland wegen der besonderen historischen
Verbindung der früheren DDR zu Russland möglicherweise mehr
verfangen könnten. Lange warnt davor, von einem einheitlichen
Russlandbild im Osten zu sprechen und berichtet von seinen
Erlebnissen bei Veranstaltungen in Ostdeutschland. „Ich hatte nicht
den Eindruck, dass es sowas wie eine geschlossene Ostidentität
gibt.“ Jede Region habe eigene Standpunkte. „Ich hatte den
Eindruck, da haben Leute auch untereinander gestritten. Da waren
Leute voneinander genervt, weil sie sehr unterschiedliche
Auffassungen hatten.“ Gleichzeitig warnt Lange aber vor den
Mitteln, die Russland einsetze bei Einflussoperationen und für
Propaganda. Ein wichtiges Muster sei dabei die Täter-Opfer-Umkehr:
Der Angriff auf die Ukraine werde als vermeintliche Verteidigung
dargestellt, der Westen oder die Nato als eigentliche Verursacher
des Konflikts. Russland profitiere davon, „dass da viele mitmachen
und diese Narrative immer wiederholen“. Das Gespräch mit Nico Lange
über den Drohnen-Vorfall in Leipzig, den Schutz kritischer
Infrastruktur und zur Frage, warum technisches Aufrüsten im Kampf
gegen hybride Bedrohungen allein nicht reicht, gibt es jetzt im
Podcast „Thema in Sachsen“.
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„Nach Fund von weiterer Drohne bei Leipzig/Halle: „Es deutet alles in Richtung Russland““

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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