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„Wir tappen nicht im Dunkeln“ - Der Drohnen-Angriff in Leipzig und was daraus folgt

„Wir tappen nicht im Dunkeln“ - Der Drohnen-Angriff in Leipzig und was daraus folgt

Thema in Sachsen vor 3 Wochen
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„Ich möchte nicht in irgendeiner Form Täterwissen preisgeben“, sagt
Sachsens Innenminister Armin Schuster im Podcast „Thema in Sachsen“
von Leipziger Volkszeitung und Sächsischer Zeitung. Er sagt
allerdings auch: „Wir tappen nicht im Dunkeln. Es gibt
Ermittlungsansätze.“ Nach einer mehr als drei Stunden langen
Sondersitzung des Innenausschusses im Sächsischen Landtag hat der
CDU-Politiker am Mittwoch exklusiv mit LVZ und SZ über den
Drohnen-Vorfall am Leipziger Flughafen gesprochen - und darüber,
was daraus folgt. Als unmittelbare Reaktion will sich Schuster für
einen besseren Schutz des Flughafens Leipzig/Halle einsetzen. Am
Abend des 4. August war dort mindestens eine mit Sprengstoff
beladene Drohne niedergegangen. Nach bisherigen Erkenntnissen traf
sie dabei wohl eine geparkte Frachtmaschine der ukrainischen
Airline Antonov. „Mein oberstes Ziel ist erstmal, dass Leipzigs
schnellstmöglich jetzt mit modernster Drohnen-Abwehrtechnik
ausgestattet wird“, so der Innenminister. Dass der Flughafen binnen
kurzer Zeit zum zweiten Mal Schauplatz eines Anschlagsversuchs
geworden sei, verdeutliche die Dringlichkeit zum Handeln. Im Juli
2024 war im DHL-Logistikzentrum ein Paket explodiert, bevor es in
eine Frachtmaschine verladen wurde. Nur knapp entging man damals
einer Katastrophe. Beim Aufbau einer bundesweiten
Sicherheitsinfrastruktur wolle Schuster den Bund aktiv
unterstützen. „Wir sind sehr, sehr interessiert daran, dass das
Thema Forschung und Entwicklung in der Drohnentechnik mit unserer
Beteiligung stattfindet.“ Zudem betont der Minister, dass Sachsen
beim Aufbau des neuen gemeinsamen Drohnenabwehrzentrums in Berlin
bereits jetzt schon „vollständig dabei ist“. Ebenso beim
gemeinsamen Abwehrzentrum Hybrid. „Wir investieren im Moment
wirklich Manpower in die Fragen, die wir hier aus sächsischer Sicht
gerne beantwortet hätten.“ Gleichzeitig warnt der CDU-Politiker vor
falschen Erwartungen: „Es ist unmöglich, ein Drohnen-Netz über
Sachsen oder ganz Deutschland zu spannen, das uns für jeden
Eventualfall 100 Prozent sichert.“ Warum das Errichten eines
solchen Komplettschutzes technisch schwierig ist, erklärt im
Podcast Gerald Wissel. Er ist als Vorsitzender des Europäischen
Verbandes für unbemannte Luftfahrt ein anerkannter Drohnenexperte.
Schließlich dreht sich der Podcast auch um die zentrale Frage, wie
man mit einer Drohne umgeht, die als gefährlich eingestuft wird.
Wie im Fall von Leipzig gesehen, ist es potenziell möglich, dass
eine Drohne Sprengstoff transportiert. Will und kann man so ein
Fluggerät über bewohntem Gebiet abfangen oder abschießen? Wie sich
dazu Sachsens Innenminister positioniert und was Experte Gerald
Wissel bei der Gefahrenabwehr für notwendig hält, das gibt es zum
Hören in der aktuellen Folge „Thema in Sachsen“. Außerdem berichtet
in dieser Folge der LVZ- und SZ-Reporter Florian Reinke über alle
bis zu diesem Mittwoch bekannten Details zum Drohnen-Vorfall sowie
den Ermittlungen.
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