Dein Verstand ist wahrscheinlich eines deiner stärksten
Werkzeuge. Du erkennst Muster, findest Lösungen, argumentierst
messerscharf und kannst Zusammenhänge erfassen, die andere
vielleicht noch gar nicht sehen. Aber was passiert, wenn genau
diese Stärke irgendwann zur Falle wird? In dieser Folge von
„Hochbegabt. Voll normal. Nur anders.“ spreche ich darüber, warum
gerade hochbegabte Menschen sich in ihren eigenen, scheinbar
absolut logischen Gedankenkonstrukten festfahren können und
weshalb sich das irgendwann anfühlen kann, als wäre im eigenen
Leben keine Bewegung mehr möglich.
00:00 – Wenn dein stärkstes Instrument zum größten Problem wird
01:47 – Warum Hochbegabte so früh lernen, ihrem Verstand zu
vertrauen
03:35 – Anpassung: Mit Denken Zugehörigkeit sichern
05:11 – Der Verstand als Schweizer Taschenmesser des Lebens
07:17 – Wenn Denkmuster immer enger und starrer werden
08:22 – Metakognition: Die eigenen Gedanken beobachten
09:28 – Kluge Fragen als Ausweg aus festgefahrenen Denkschleifen
11:42 – Warum der Verstand an Sicherheit festhält
12:44 – Intuition zulassen und neue Möglichkeiten öffnen
14:03 – Das Zusammenspiel von Verstand, Fantasie und Intuition
15:28 – Neue Informationen dürfen zu neuen Entscheidungen führen
16:24 – Selbstführung: Du bist mehr als deine Gedanken
Viele von uns haben schon sehr früh gelernt, ihren Verstand wie
ein Schweizer Taschenmesser für nahezu alles einzusetzen: um
Situationen vorherzusagen, sich anzupassen, dazuzugehören und
Sicherheit zu schaffen. Das funktioniert erstaunlich gut... bis
unser Denken beginnt, nur noch das zu bestätigen, was wir ohnehin
schon für wahr halten. Plötzlich wird aus unserer Fähigkeit,
komplex und weit zu denken, ein immer enger werdender Raum. Und
aus „So ist es nun einmal“ wird eine Wahrheit, die wir selbst
kaum noch hinterfragen.
Ich zeige dir in dieser Folge, wie du mithilfe von Metakognition
und der sogenannten Adlerposition wieder Abstand zu deinen
eigenen Gedanken gewinnen kannst. Dabei geht es nicht darum,
deinen Verstand auszuschalten – ganz im Gegenteil. Wir geben ihm
einen starken Partner an die Seite: deine Intuition. Mit
einfachen Fragen wie „Ist das wirklich so?“, „Könnte es auch
anders sein?“ oder „Was wäre möglich, wenn...?“ kannst du einen
kleinen Spalt in vermeintlich unumstößliche Wahrheiten bringen.
Und manchmal reicht genau dieser Spalt, damit eine völlig neue
Wirklichkeit überhaupt wieder denkbar wird.
Denn Selbstführung bedeutet für mich nicht, weniger zu denken. Es
bedeutet, zu erkennen, dass du nicht deine Gedanken bist, sondern
diejenige oder derjenige, der sie beobachten und steuern kann.
Wenn du lernen möchtest, deine Hochbegabung nicht gegen dich,
sondern bewusst für dich einzusetzen, dann abonniere diesen Kanal
und begleite mich weiter. Und wenn du merkst, dass dein eigener
Verstand dich gerade nicht weiterkommen lässt, dann lade ich dich
herzlich zu einem Perspektivgespräch mit mir ein. Vielleicht
braucht es nicht noch mehr Nachdenken, sondern einfach eine neue
Perspektive.
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