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  4. (294) Der gefährlichste Ort: Stadion Alte Försterei!
Maike Möller-Engemann, Reinhard Rohn und Torsten Schulz über
Fußball und Vorbilder, Kindheit und Kiten sowie Fehlurteile und
Femizide! Fußball, Fiktion und Femizide. Ja, ein Genre-Mix ist bei
diesem Format für die Hörenden nichts Ungewöhnliches. In den
Shownotes finden sich einige Crossover-Episoden. Aber diese
Konstellation? „Die ist sehr mutig, und dafür möchte ich mich sehr
herzlich bedanken. Denn es es ist ein wunderbares Gespräch
geworden, mit viel Tiefe und vielen Einblicken, es ist mir eine
Freude dabei zu sein,“ fasst kein geringerer als Reinhard Rohn
zusammen. Der Wahlkölner ist Schriftsteller, Übersetzer, Lektor und
war jahrelang Verlagsleiter. Bei sprengerspricht er erstmals in
Ausgabe #191 (Deutsche Bahn: Die Möglichkeit eines Wunders!) Knapp
zwei Jahre später ist er mit seiner neuen Krimireihe, die nicht,
wie alle seine vorherigen in Köln spielt, sondern in Portugal
angesiedelt ist, zu Gast: „Bewusst nicht an der Algarve, sondern in
der Region, die 100 Kilometer nördlich von Lissabon liegt. Nazaré
ist der Hauptort, der bis vor zehn 15 Jahren ein beinahe
verschlafenes Fischerdörfchen war, bis die Profisurfer den Ort
entdeckt haben.“ Und in dem sein Sohn jetzt wohnt. Der, mit dem
Rohn als ehemaliger Dauerkarten-Inhaber zu jedem Spiel des 1. FC
Köln gegangen ist: „Mittlerweile bin ich lieber niederklassig
unterwegs und oute mich hier als Mitglied des VFL Osnabrück, das
ist mein Heimatverein.“ Wie er die Chancen des
Zweitliga-Aufsteigers einschätzt? Nein, diese Frage wird natürlich
nicht gestellt, denn der Sport respektive der Fußball spielt in
diesem Format aus vielen Gründen keine so große Rolle. Aber, es
gibt trotzdem kein Vorbeikommen am Saisonauftakt 2026/2027 der
Fußball Bundesliga. Die geht schließlich zeitgleich mit dieser
Ausgabe an den Start. Allerdings auch dazu werden keine noch so
absurden Transfersummen durchgekaut, keine Prognosen über ein
eventuelles Meisterrennen und über vermeintliche Absteiger erstellt
– dafür existieren unzählige Fußballpodcasts. Aber, da vor exakt 35
Jahren, 1991/1992 eine ganz besondere Saison angepfiffen wurde,
wird die Geschichte eines ganz besonderen Fußballers erzählt, die
von Günter, genannt Jimmy, Hoge. Hoge (*7.10.1940; † 6.11.2017)
würden sicherlich noch mehr Menschen kennen und er hätte sicherlich
mehr als sechs Länderspiele für die DDR absolviert, wenn er nicht
ein falsches Lied angestimmt hätte. Welches? Der Spoiler fällt an
dieser Stelle flach! Stattdessen wird hier gern verraten, dass, als
Hoge Ende der 1960er Jahre für Union Berlin spielte, der
emeritierte Professor für Praktische Dramaturgie an der
Filmuniversität zu Babelsberg, Torsten Schulz, "seinen Jimmy" 
als kleines Kind vergötterte! Als Scheidungskind hatte er
irgendwann zwei Väter: „Beide waren eher durch Feindseligkeit
verbunden, bis sie bemerkten, dass sie beide Fans von Union Berlin
sind. Und – der Lieblingsspieler von beiden war eben Jimmi Hoge.“
So erkor sich der kleine Junge seinen eigenen Helden, seine eigene
Vater- und Mentoren-Figur: „Ich habe Hoge im Stadion an der Alten
Försterei interviewt und vor allem sehr mit ihm gesprochen, ihn oft
um Rat gefragt.“ Nicht in Wirklichkeit, sondern tatsächlich nur in
der Imagination. Weil der kleine Torsten eine Person zum Austausch
brauchte, so wie die kleine Ella in Maike Möller-Engemanns
spektakulärem Debütkrimi: „Das ist schon eine witzige Parallele,
dass das auch bei mri eine Rolle spielt“. Ja und dass ist nicht der
einzige Zusammenhang, wie sich schnell zeigt. Mut wird eben
belohnt. Der von Maike Möller-Engemann mit einem Stipendium von den
mörderischen Schwestern, einer Krimivereinigung, die bald ihren 30.
Geburtstag in #296 (online ab dem 25. September 2026) feiert. „Ohne
die dadurch gewonnene Zeit, hätte ich dieses Buch nicht schreiben
können.“ Denn das Thema Femizid erforderte "viele
Hintergrundgespräche und einer Menge Recherche." Dabei sind
Möller-Engemann gleich zwei Fakten bewusst geworden: Zum einen
führte sie selbst eine toxische Beziehung, die tödlich hätte enden
können („ich habe mich zum Glük noch rechtzeitig getrennt") zum
anderen, dass sich Bücher, Studien oder/und auch unzählige
True-Crime-Podcasts sehr intensiv mit den Tätern auseinandersetzen:
„Manche sogar ausschließlich, die lassen  die Opferperspektive
komplett außen vor.“ . Zudem werden den Tätern noch durch ein
BGH-Grundsatzurteil, das 2008 in einem Femizid Fall gefällt wurde,
oftmals noch mildernden Umstände angerechnet. Deshalb: „Habe ich
bewusst darauf verzichtet, den Täter zu Wort kommen zu lassen. Der
ist, so viel verrate ich gerne, ein typischer deutscher Hipster aus
Berlin, nur um gleich noch ein paar Vorurteile auszuräumen.“ Es war
auch niemand mit Migrationshintergrund, dessen Fall der ehemalige
Professor, der öfter Prozesse im Gerichtssaal beobachtet, intensiv
recherchiert und der ihn sprachlos gemacht hat: „Ein Mann hatte
sich heiratsmarktmäßig eine Frau aus Kuba geholt, die hier viel
vermisste, ein eigenes Leben begann, tanzen ging usw.… das brachte
diesen Mann, wie man es damals ausdrückte in eine suchthafte
Haltung und er tötete die Frau mit mehreren Messerstichen. Ich habe
mit dem Mann selbst gesprochen, viele Tonbandmitschnitte gemacht,
schließlich war er aus dem erweiterten Kollegenkreis.“ Torsten
Schulz, der auch preisgekrönte Drehbücher schrieb, verwarf das
Projekt dennoch: „der Packen Papier liegt immer noch in meinem
Keller, ich konnte und wollte darüber kein Wort schreiben." Was den
Regisseur stoppte? Was ihn fassungslos machte? Das ist die Frage,
die es zu beantworten gilt, um ein Exemplar von Der gefährlichste
Ort  zu gewinnen. Die Antwort in die dazugehörigen Reels bei
Instagram oder per mail! Spätestens bei dieser Koinzidenz an dieser
Stelle in der Episode #294 und/oder beim Lesen dieser Shownotes
offenbart sich einmal mehr die Erkenntnis: Auch diejeneigen, die an
diesen Gesprächsrunden, an diesem Talk-Format mit dem berechtigten
Beinamen autorinsights, teilnehmen und sich öffnen, beweisen
Mut.  part I (00:00:34) Ball und Ballett part II (00:43:53)
Anarchie und Atlantik part III (01:30:49) Furcht und Fehlurteil
guests Maike Möller-Engemann Reinhard Rohn Torsten Schulz 
books Maike Möller-Engemann - Der gefährlichste Ort Miguel Silva –
Die Tote von Nazaré Torsten Schulz – Kindheit mit Jimmy oder die
Kunst zu dribbeln  cover: jennie_laluna voice: miriam
sinno    music sprengerspricht impro – by toby gad
kontakt@sprengerspricht.de      

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(00:00:34) Ball und Ballett (00:43:53) Anarchie und Atlantik
(01:30:49) Furcht und Fehlurteil
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„(294) Der gefährlichste Ort: Stadion Alte Försterei!“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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