Zum Abschluss der Woche blickt Georg Müller-Glunz auf seine
persönlichen Vorbilder in der Bibel und spricht über die Bedeutung
des Sonntags als Tag der Ruhe und Besinnung. Das Evangelium (Mt
23,1-12) thematisiert die Spannung zwischen Worten und Taten. Jesus
kritisiert Menschen, die andere belehren, selbst aber nicht
entsprechend handeln. Müller-Glunz überträgt diese Botschaft auf
Kirche, Gesellschaft und Politik und unterstreicht die Bedeutung
von Glaubwürdigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Selbstreflexion.
Im Mittelpunkt steht die christliche Tugend der Demut: wahre Größe
zeigt sich nicht in Macht oder Ansehen, sondern im Dienst am
Mitmenschen.Aus dem Matthäus Evangelium:In jener Zeit wandte sich
Jesus an das Volk und an seine Jünger und sagte: Die
Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl des
Mose gesetzt. Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber
richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun
selbst aber nicht, was sie sagen. Sie schnüren schwere Lasten
zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen
selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen. Alles,
was sie tun, tun sie nur, damit die Menschen es sehen: Sie machen
ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Gewändern lang,
bei jedem Festmahl möchten sie den Ehrenplatz und in der Synagoge
die vordersten Sitze haben, und auf den Straßen und Plätzen lassen
sie sich gern grüßen und von den Leuten Rabbi – Meister – nennen.
Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist
euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf
Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im
Himmel. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur
einer ist euer Lehrer, Christus. Der Größte von euch soll euer
Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer
sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. (Mt
23,1-12)( Ständige Kommission für die Herausgabe der
gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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