Im Gespräch über das Evangelium Matthäus 24,42–51 betont Tobias
Schrörs, Weihekandidat zum Diakon mit Zivilberuf, die Bedeutung
einer lebendigen und persönlichen Auseinandersetzung mit der Bibel.
Daraus entwickelt sich ein Austausch darüber, was Gottes Wort jedem
Einzelnen in seiner aktuellen Lebenssituation sagen möchte. Im
Mittelpunkt des Evangeliums steht der Aufruf Jesu zur Wachsamkeit.
Schrörs erläutert, dass damit nicht gemeint sei, auf Planung zu
verzichten. Vielmehr gehe es darum, Gott bewusst in den Alltag
einzubeziehen und offen für sein Wirken zu bleiben. Das Leben lasse
sich nicht vollständig kontrollieren oder vorausplanen, wie auch
seine eigene Erfahrung einer schweren Erkrankung gezeigt habe.
Deshalb sei es wichtig, so zu leben, dass man jederzeit bereit sei,
Gott zu begegnen. Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist
die Treue in den kleinen Dingen des Alltags. Kleine Entscheidungen,
Gewohnheiten und Handlungen prägen langfristig den Charakter eines
Menschen. Wer nachlässig werde, laufe Gefahr, wichtige Beziehungen
und geistliche Grundlagen zu verlieren. Das gelte auch für die
Beziehung zu Gott: Gebet, Gottesdienst und Zeiten der Besinnung
seien vergleichbar mit den kleinen Gesten der Aufmerksamkeit, die
jede menschliche Beziehung lebendig halten. EvangeliumIn jener
Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Seid wachsam! Denn ihr wisst
nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Bedenkt: Wenn der Herr des
Hauses wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde
er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus
einbricht. Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn
kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet. Wer ist nun
der treue und kluge Knecht, den der Herr eingesetzt hat, damit er
dem Gesinde zur rechten Zeit gibt, was sie zu essen brauchen? Selig
der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt.
Amen, das sage ich euch: Er wird ihn zum Verwalter seines ganzen
Vermögens machen. Wenn aber der Knecht schlecht ist und denkt: Mein
Herr kommt noch lange nicht, und anfängt, seine Mitknechte zu
schlagen, wenn er mit Trinkern Gelage feiert, dann wird der Herr an
einem Tag kommen, an dem der Knecht es nicht erwartet, und zu einer
Stunde, die er nicht kennt; und der Herr wird ihn in Stücke hauen
und ihm seinen Platz unter den Heuchlern zuweisen. Dort wird er
heulen und mit den Zähnen knirschen. (Mt 24,42-51)
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