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Missing Chapters
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Beschreibung
vor 3 Tagen
Wir unterbrechen unsere Sommerfolgen, um den Fall Jason
Arday zu thematisieren. Wir fragen nach der Verantwortung der
unterschiedlichen Akteur:innen: unter anderem von
Hochschule, Medien und Gesellschaft und danach, wie diese
Verantwortlichkeiten miteinander verflochten sind. Wir fragen
nach den Entstehungsbedingungen - institutionellen,
strukturellen, individuellen – ebenso wie nach den möglichen
Implikationen des Falles. Wir fragen nach den verschiedenen
Formen von Diskriminierung, unter anderem
Ableismus, Rassismus, Ageismus, die den Kontext
strukturieren. Wir fragen, ohne Antworten geben zu können, oder
das zwingend zu wollen, aus tiefem Bedauern und der Überzeugung,
dass gerade komplexe und schwer durchschaubare Situationen nicht
zum Anlass genommen werden sollten, wichtige Fragen
auszuklammern.
Der Fall zeigt die Wichtigkeit auf, Hochschulen als Orte zu
verstehen, die von Mächten geprägt entstehen, jedoch auch selbst
Macht ausüben, gesellschaftliche Diskurse prägen, unter anderem
als Orte der Wissensproduktion. Im Rahmen unsere
Projektes erscheint im März
2027 die Publikation “Missing Chapters –
Hochschulen als rassifizierte Räume verstehen”, die sich mit
ebensolchen Fragen auseinandersetzt. Wir sprechen in dieser
Folge auch darüber, wie auch ihr Teil dieser Publikation
werden könnt.
In dieser Folge geht es um:
Den Fall Jason Arday und das komplexe Geflecht
institutioneller, medialer und gesellschaftlicher
Verantwortung
Die Verschränkung von Diskriminierungsformen
wie Rassismus, Ableismus und institutionellen
Machtverhältnissen
Unsicherheit und die Schwierigkeit, sich innert der
diversen Debatten zu orientieren
Die geplante Publikation: «Missing Chapters –
Hochschulen als rassifizierte Räume verstehen» und unseren
Call for Contributions
Wie lässt sich Verantwortung denken, wenn institutionelle
Strukturen, rassifizierte
und ableistische Machtverhältnisse,
mediale Debatten und gesellschaftliche
Diskurse ineinandergreifen? Und wie können wir mit komplexen
Situationen umgehen und ihre Ambiguität tolerieren?
Buchempfehlungen in dieser Folge:
Julian ist eine Meerjungfrau – Jessica Love
Children of blood and bone – Toni
Adeyemi
Decolonizing anthropology: An introduction
– Soumhya Venkatesan
Call for Contributions:
Weitere Informationen zur Publikation, zum Call
for Contributions und zu den möglichen Beitragsformen
findet ihr auf unserer Projektwebsite.
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