Auch im Ruhestand gibt es für unsere Gesprächspartnerin im Podcast
"Blick in die Bibel" Monika Kleine noch einen Unterschied zwischen
Werktagen und Wochenende. „Ja, ich fühle Wochenende noch anders als
die Woche“, sagt die ehemalige Geschäftsführerin des SkF. Das
Wochenende beginnt mit einem späten Frühstück, mit Zeit ohne
Arbeitstermine, mit Begegnungen, Festen und vor allem mit dem
Lesen. Auf eine klassische „Bucket List“ blickt sie nicht
zurück. Vieles, was ihr wichtig war, habe sie zur richtigen Zeit
getan – manches auch später nachgeholt, wie den
Motorradführerschein. Heute beschäftigt sie sich stärker mit Fragen
des Älterwerdens, des Abschieds und der Endlichkeit. Trost findet
sie darin, ihr Leben bewusst gelebt zu haben und auch schwierige
Seiten annehmen zu können.Im Blick auf das Tagesevangelium vom 8.
August und die Frage, ob der Glaube Berge versetzen kann, betont
Monika Kleine: Entscheidend sei, was mit Glauben gemeint ist. Für
sie bedeutet Glaube, Menschen zu stärken, zu ermutigen und darauf
zu vertrauen, dass nicht jeder alles können muss. Gerade die
Vielfalt unterschiedlicher Fähigkeiten könne große Veränderungen
bewirken.Glaube versetze Berge, sagt sie, wenn Menschen mit innerer
Kraft und Ausdauer an etwas festhalten und sich nicht entmutigen
lassen. Der Glaube könne besonders in schweren Situationen Trost
schenken – nicht, indem er alle Fragen beantwortet, sondern indem
er hilft, das Leben mit seinen hellen und dunklen Seiten
anzunehmen.Aus dem Evangelium nach Matthäus:In jener Zeit trat ein
Mensch auf Jesus zu, fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Herr, hab
Erbarmen mit meinem Sohn! Er ist mondsüchtig und hat schwer zu
leiden. Oft fällt er ins Feuer und oft ins Wasser. Ich habe ihn
schon zu deinen Jüngern gebracht, aber sie konnten ihn nicht
heilen. Da sagte Jesus: O du ungläubige und verkehrte Generation!
Wie lange muss ich noch bei euch sein? Wie lange muss ich euch noch
ertragen? Bringt ihn her zu mir! Und Jesus drohte ihm und der Dämon
fuhr von ihm aus. Und der Knabe war von jener Stunde an geheilt.
Als die Jünger mit Jesus allein waren, wandten sie sich an ihn und
fragten: Warum konnten denn wir den Dämon nicht austreiben? Er
antwortete: Wegen eures Kleinglaubens. Denn, amen, ich sage euch:
Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, dann werdet ihr zu diesem
Berg sagen: Rück von hier nach dort! und er wird wegrücken. Nichts
wird euch unmöglich sein.( Ständige Kommission für die
Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen
Sprachgebiet)
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