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  4. Sich nicht so wichtig nehmen - Gespräch mit Matthias Drobinski
Matthias Drobinski ist Chefredakteur der Zeitschrift "Publik Forum"
 und begleitet uns in dieser Woche im Gespräch über das
Tagesevangelium. Vorab stellen wir ihn in einem Interview vor. Er
sagt, er versteh sich nicht als „katholischer Journalist“, sondern
als Journalist, der katholisch ist. Für ihn gelten zunächst
dieselben Maßstäbe wie für jeden guten Journalismus: Neugier,
sorgfältige Recherche, das Prüfen von Quellen und die
Verpflichtung, Geschichten wahrheitsgemäß zu erzählen. Seine
Religiosität prägt seine Arbeit dabei weniger durch eine bestimmte
Agenda als vielmehr durch eine innere Haltung. Sie schärft seinen
Blick für Fragen nach Gerechtigkeit, den Umgang mit Macht und die
Situation der Schwachen. Drobinski betont jedoch ausdrücklich, dass
er weder Missionar noch Vertreter des kirchlichen Lehramts sei,
sondern Christ, der seinen Beruf nach journalistischen Grundsätzen
ausübt.Die Worte Jesu aus dem Tagesevangelium vom 10. August, dass
derjenige sein Leben gewinnt, der es gering achtet, wirken zunächst
verstörend. Drobinski widerspricht ausdrücklich einer
lebensfeindlichen Deutung. Er liebe sein eigenes Leben, achte auf
Gesundheit, Familie und Beziehungen. Die Botschaft des Evangeliums
versteht er vielmehr als Einladung, das eigene Ich nicht zum
Mittelpunkt allen Handelns zu machen. Wer nur um die eigene
Sicherheit, Selbstoptimierung und Selbstverwirklichung kreise,
könne kaum Frucht bringen. Wirkliches Leben entstehe dort, wo
Menschen bereit seien, sich für andere einzusetzen, etwas von sich
selbst zu verschenken und auch Opfer in Kauf zu nehmen.Aus dem
Johannes Evangelium (12,24-26)In jener Zeit sprach Jesus zu seinen
Jüngern: Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in
die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt,
bringt es reiche Frucht. Wer sein Leben liebt, verliert es; wer
aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis
ins ewige Leben. Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und
wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein. Wenn einer mir dient,
wird der Vater ihn ehren (Joh 12,24-26)( Ständige Kommission
für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen
Sprachgebiet) 
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„Sich nicht so wichtig nehmen - Gespräch mit Matthias Drobinski“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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