Im heutigen „Blick in die Bibel“ geht es um die Begegnung Jesu mit
dem reichen Jüngling (Mt 19,16-22). Georg Müller-Glunz aus Münster,
Finanzexperte und angehender Diakon, spricht über die Sehnsucht
nach einem erfüllten Leben, das über die bloße Einhaltung von
Geboten hinausgeht. Im Zentrum steht die Frage: Was hält uns davon
ab, Jesus wirklich nachzufolgen? Dabei geht es nicht nur um Geld
und Besitz, sondern auch um Dinge wie Anerkennung, Bequemlichkeit,
Erfolg oder den Wunsch, Recht zu behalten. Müller-Glunz deutet
Jesu Aufforderung zum Loslassen als Einladung, innere Freiheiten zu
gewinnen und Gott mehr zu vertrauen. Nachfolge bedeutet nicht
unbedingt, alles aufzugeben, wohl aber zu prüfen, woran das eigene
Herz hängt.Aus dem Matthäus Evangelium: In jener Zeit kam ein
Mann zu Jesus und fragte: Meister, was muss ich Gutes tun, um das
ewige Leben zu gewinnen? Er antwortete: Was fragst du mich nach dem
Guten? Nur einer ist 'der Gute'. Wenn du aber das Leben erlangen
willst, halte die Gebote! Darauf fragte er ihn: Welche? Jesus
antwortete: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen,
du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen; ehre
Vater und Mutter! Und: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich
selbst! Der junge Mann erwiderte ihm: Alle diese Gebote habe ich
befolgt. Was fehlt mir jetzt noch? Jesus antwortete ihm: Wenn du
vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib das Geld
den Armen; so wirst du einen bleibenden Schatz im Himmel haben;
dann komm und folge mir nach. Als der junge Mann das hörte, ging er
traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen. (Mt
19,16-22) ( Ständige Kommission für die Herausgabe der
gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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