In dieser Ausgabe erzählt Georg Müller-Glunz von den Erfahrungen,
die ihn geprägt haben, und von seiner Motivation, Verantwortung für
andere Menschen zu übernehmen. Anschließend steht das Gleichnis vom
königlichen Hochzeitsmahl (Mt 22,1-14) im Mittelpunkt. Er deutet
die Einladung zur Hochzeit als Bild für Gottes Ruf an alle
Menschen. Die entscheidende Frage sei, wie jeder Einzelne auf diese
Einladung reagiert. Das Hochzeitsgewand versteht er als Symbol für
Glauben, Umkehr und die Bereitschaft, das eigene Leben von Christus
prägen zu lassen. Die Folge betont Gottes Offenheit gegenüber allen
Menschen und die Verantwortung, den Ruf Gottes bewusst
anzunehmen.Aus dem Matthäus Evangelium:In jener Zeit erzählte Jesus
den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes das folgende
Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der die
Hochzeit seines Sohnes vorbereitete. Er schickte seine Diener, um
die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber
wollten nicht kommen. Da schickte er noch einmal Diener und trug
ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Mein Mahl ist fertig, die Ochsen
und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur
Hochzeit! Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine
ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden, wieder andere
fielen über seine Diener her, misshandelten sie und brachten sie
um. Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die
Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen. Dann sagte
er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die
Gäste waren es nicht wert eingeladen zu werden. Geht also hinaus
auf die Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein.
Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen,
die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit
Gästen. Als sie sich gesetzt hatten und der König eintrat, um sich
die Gäste anzusehen, bemerkte er unter ihnen einen Mann, der kein
Hochzeitsgewand anhatte. Er sagte zu ihm: Mein Freund, wie konntest
du hier ohne Hochzeitsgewand erscheinen? Darauf wusste der Mann
nichts zu sagen. Da befahl der König seinen Dienern: Bindet ihm
Hände und Füße, und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis!
Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen. Denn viele sind
gerufen, aber nur wenige auserwählt. (Mt
22,1-14) ( Ständige Kommission für die Herausgabe der
gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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