Die Konzentration von Reichtum in Deutschland hat ein Niveau wie
vor 120 Jahren erreicht. Und ohne steuerpolitische Gegenmaßnahmen
wächst die Kluft zwischen Arm und Reich noch weiter – mit Folgen
für Chancen, Politik und Klima, erklärt der Historiker Klaus
Weber in diesem Vortrag. Und: Ein Umsteuern wäre möglich.
Klaus Weber war bis Juli 2026 Professor für Europäische
Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Europa-Universität
Viadrina in Frankfurt an der Oder. Mit seinem Vortrag "Über
Reichtum und Überreichtum" hat er sich am 7. Juli 2026 in den
Ruhestand verabschiedet.
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+++ Deutschlandfunk Nova +++ Hörsaal +++ Vortrag +++ Wissen +++
Wissenschaft +++ Geschichte +++ Wirtschaft +++ Reichtum +++
Überreichtum +++ Erben +++ Erbschaft +++ Personengesellschaften
+++ Immobilien +++ Mieten +++ Ungleichheit +++ Ungerechtigkeit
Ostdeutschland +++ Finanzen +++ Steuern +++ Reichensteuer +++
Erbschaftssteuer +++ Vermögenssteuer +++ Grunderbe +++
Verantwortung +++ Armut +++ Chancen +++ Chancengleichheit +++
Ökologie +++ Klima +++ Ressourcenverbrauch +++ Ressourcen +++
CO2-Emissionen +++
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In dieser Folge mit:
Moderation: Katrin Ohlendorf
Vortragender: Klaus Weber, ehem. Professor für Europäische
Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Europa-Universität Viadrina,
Frankfurt an der Oder
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Hörtipp
1001 Nacht, eine Podcast-Serie des Deutschlandfunks
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Ihr hört in diesem Hörsaal:
1:49 - Vortragsbeginn
3:09 - Grundfrage des Vortrags
3:49 - Das 19. Jahrhundert
5:25 - Steuern ab 1914
9:09 - Die NS-Zeit
11:20 - Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg
12:34 - Vermögen ab den 1990er Jahren
14:34 - Was ist Überreichtum und wie entwickelt er sich?
19:08 - Vermögensunterschiede zwischen Ost und West
21:33 - Politische und ökologische Folgen
22:30 - Die Idee des Grunderbes
25:05 - AfD, FDP und die Erbschaftssteuer
26:21 - Reichtum und gemeinnütziges Engagement
29:02 - Schlussworte
32:06 - Hörtipp: 1001 Nacht
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Quellen aus der Folge:
Albers, Thilo N. H.; Bartels, Charlotte; Schularick, Moritz:
Wealth and Its Distribution in Germany, 1895-2021. DIW Discussion
Paper 2105 (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin,
2024).
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Hrsg): Lebenslagen
in Deutschland. Der Siebte Armuts- und Reichtumsbericht der
Bundesregierung (Berlin, Dezember 2025).
Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung: Vorstudie
„Vermögenssituation und denkbare Fördermodelle zur Kapitalbildung
in Ostdeutschland“. Abschlussbericht (IAW, Tübingen, März 2025).
Giovanazzi, Carmen; Victor, Vincent: Unternehmensvermögen in
Deutschland – zur Rolle der Börsennotierten Familienunternehmen.
Forum New Economy Working Papers, No. 05-2024 (Forum for a New
Economy, Berlin).
Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (Hrsg.):
Reformvorschläge der Parteien zur Bundestagswahl 2025:
Finanzielle Auswirkungen (ZEW Gutachten, Mannheim, Januar 2025).
Alle Quellen findet ihr hier.
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Empfehlungen aus der Folge:
Liedtke, Rainer, Weber, Klaus (Hrsg.): Religion und
Philanthropie in den europäischen Zivilgesellschaften.
Entwicklungen im 19. und 20. Jahrhundert. Paderborn (F. Schöningh
/ W. Fink) 2009.
Linartas, Martyna: Unverdiente Ungleichheit. Wie der Weg aus
der Erbengesellschaft gelingen kann. Reinbek (Rowohlt) 2025.
Merkel, Wolfgang: Is Capitalism Compatible with Democracy?,
in: Zeitschrift für Vergleichende Politikwissenschaft 8-2 (2014),
S. 109-128.
Weber, Klaus: Nathaniel Mayer, First Lord Rothschild.
Individual Philanthropy and Communal Bonds, in: Peter Mandler /
David Cesarani (Hrsg.): Great Philanthropists. Wealth and Charity
in the Modern World 1815-1945. London / Portland, OR (Vallentine
Mitchell) 2017, S. 16-41.
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Mehr zum Thema bei Deutschlandfunk Nova:
Making Class: Das Wissen schwer reicher Familien
Erbschaft: Für Philosoph Stephan Gosepath gehört sie
abgeschafft
Gesellschaft: Wie wachsende Ungleichheit den Zusammenhalt
gefährdet
Soziale Ungleichheit: Warum unsere Körper politisch sind
Leistung: Kein Maßstab für eine gerechte Gesellschaft
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Den Artikel zum Stück findet ihr hier.
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