Wer bestimmt eigentlich, wie Genderrollen zu sein haben, für wen
gelten die und was hat das für Auswirkungen? In dieser Folge sind
Ava und Laurent zu Gast. Ava ist Musikerin, trans Aktivistin und
Kommunistin. Sowohl in ihrer Selbsterfahrung als trans Frau als
auch im Drum Coaching spielen bei ihr Sprache, Genderanerkennung,
Körper- und Selbstwahrnehmung eine zentrale Rolle. Laurent ist
Sozialarbeiter in der Sozialpsychiatrie, interdisziplinärer
Geschlechterwissenschaftler und, wie er über sich selbst sagt,
penetrant queer. Uns alle vier verbindet, dass es uns um Aufklärung
und das Hinterfragen von Machtstrukturen geht. In der Folge spricht
Ava offen über ihre Transition, Laurent bringt Erkenntnisse aus
seiner Forschung zu Genderrollen in Videogames mit und gemeinsam
nehmen wir auseinander, was Genderrollen mit uns machen, wann sie
für wen greifen und wo das überhaupt beginnt. Wo hört Geschlecht
auf, wo fängt Gender an? Wann geht es um Repräsentation und
Sichtbarkeit, wann um Sozialisation und wann um
Chancengerechtigkeit sowie um die Anerkennung von Lebensrealitäten?
Im Gespräch wird deutlich, dass es sich selbst mit verbindenden
Werten lohnt, konstruktiv in die Auseinandersetzung zu
verschiedenen Perspektiven zu gehen und es nicht “die eine
Wahrheit” gibt. Content-Hinweis: In dieser Folge wird über
sexualisierte Gewalt, Queer- und Transfeindlichkeit sowie
psychische Belastung (Minderheitenstress, Depression) gesprochen.
Sorge bitte für dich und höre/schaue in deinem Tempo. Im
spielerischen Element dieser Folge: setzen wir ein Quizspiel ein,
bei dem zwar die Kategorien (Politik, Gesellschaft, Organisationen
und Interpersonelles) und der Schwierigkeitsgrad gewählt werden
können, aber die Worte der Quizfrage erstmal erspielt werden
müssen, um überhaupt punkten zu können. Dass auch hier Gender
“mitspielt” ist selbstredend. Wo du es einsetzen kannst: in
Anti-Bias- und Diversity-Trainings, Leadership-Formaten, Team- und
Organisationsentwicklung, Bildungskontexten, als Einstimmung in
allen angepassten Settings in denen es um ungleiche Voraussetzungen
geht, ... Wofür das spielerische Element gut ist: Erlebbarmachung
ungleicher Startbedingungen und Privilegien, Reflexionsräume zu
Risiko und Gerechtigkeit, anderer Zugang zu Faktenvermittlung,
Sichtbarmachung von Erfahrungswissen, Lebensrealitäten und
Genderperformance, ... Wie du es abwandeln kannst: die Quizfragen
an deine Zielgruppe und Ziele anpassen, Transparenz bzgl. der
Startbedingungen steuern, auf digitale Formate übertragen, die
Reflexionsfragen im Debriefing anpassen, die Wettbewerbslogik in
den Runden verändern, ... Diese Folge ist für dich, wenn du …
verstehen willst, was Genderrollen sind und ab wann sie greifen
Verantwortung trägst für faire(re) Chancen den Unterschied zwischen
Geschlecht, Gender und Geschlechtsidentität schärfen willst eine
weitere Perspektive auf Repräsentation möchtest Diversity
intersektional denkst und dich über Anregungen freust ein
spielerisches Tool suchst, das Privilegien und strukturelle
Benachteiligung erfahrbar macht Und du? Wann sind dir Genderrollen
zum ersten Mal begegnet und wessen Erwartungen waren das
eigentlich? Teile deine Gedanken gerne in den Kommentaren. Wenn dir
diese Folge etwas gegeben hat: Like sie, teile sie mit Menschen,
für die das Thema zählt, kommentiere deine Gedanken und bewerte den
Podcast. Deine Bewertung hilft, dass mehr Menschen
TaschenWeisheiten finden und von den Gesprächen profitieren können.
Begriffe aus der Folge: FLINTA steht für Frauen, Lesben, inter,
nicht-binäre, trans und agender Personen. Der Begriff macht
sichtbar, dass Menschen im Patriarchat auf unterschiedliche, aber
verbundene Weise von Sexismus und geschlechtsbezogener
Diskriminierung betroffen sind. Manchmal wird ein Sternchen
angehängt, um Menschen einzuschließen, die sich nicht in den
Kategorien wiederfinden. TERF ist die englische Abkürzung für
„trans-exclusionary radical feminist“ – also für Positionen, die
sich
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