*Versprecher: beim Öl habe ich vom Brennpunkt gesprochen, meinte
aber den Rauchpunkt.
*Ergänzung:
DHA und EPA sind übrigens auch in Mikroalgen enthalten, daher
kommen sie auch in den Fisch, und werden deshalb als Ergänzung zu
einer veganen Ernährung diskutiert. Bei der Raffinierung von
Ölen reduziert sich der Gehalt an mehrfach ungesättigten
Fettsäuren, dafür ist die Erhitzung nicht potenziell gefährlich, da
dabei freie Radikale entstehen, was es bei nativen Ölen der Fall
sein kann.
Diese Folge hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit sondern
stellt nur einen Teil der ernährungswissenschaftlichen
Information rund um Fette dar.
Fett hatte in der Ernährung lange einen ziemlich schlechten Ruf.
Viele Menschen sind mit Botschaften aufgewachsen wie: „Fett macht
fett.“ „Fett ist ungesund.“ „Fettarme Produkte sind besser.“ „Öl
nur ganz wenig.“ „Nüsse sind zwar gesund, aber haben ganz schön
viele Kalorien .“
Vielleicht kennst du solche Gedanken auch. Und vielleicht merkst
du, wie schnell aus Ernährungswissen wieder Angst wird.
In dieser Folge sprechen wir deshalb über Fette – aber ohne
Diätdenken, ohne Panik und ohne diese typische Einteilung in
„gute“ und „böse“ Lebensmittel. Denn Fette sind nicht einfach nur
ein Energielieferant. Unser Körper braucht Fett für viele
wichtige Funktionen.
Fett ist Bestandteil von Zellmembranen, unterstützt die Aufnahme
fettlöslicher Vitamine, ist wichtig für Hormone, Geschmack,
Sättigung, Genuss und eine alltagstaugliche Ernährung. Trotzdem
ist das Thema Fett oft moralisch aufgeladen. Mal gilt Fett als
Dickmacher. Dann wieder wird Butter romantisiert. Dann ist
Kokosöl plötzlich ein Superfood. Dann sollen alle Omega-3
supplementieren. Dann heißt es: bloß keine Samenöle. Und irgendwo
dazwischen versuchen Menschen, sich noch entspannt ein Brot mit
Butter, Olivenöl über Gemüse oder eine Handvoll Nüsse zu
erlauben.
In dieser Folge sortieren wir das Thema.
Du erfährst:
warum Fett für den Körper wichtig ist
welche Funktionen Fett erfüllt
warum Fett nicht automatisch „ungesund“ ist
was gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach
ungesättigte Fettsäuren unterscheidet
warum Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren essenziell sind
welche Lebensmittel gute Fettquellen sein können
weshalb fettarme Produkte nicht automatisch besser sind
was an Kokosöl, Butter, Olivenöl und Rapsöl dran ist
warum Samenöle nicht pauschal verteufelt werden sollten
und wie du Fette in deinen Alltag integrieren kannst, ohne
daraus ein neues Regelwerk zu machen
Ein wichtiger Punkt: Fett ist energiereich, das stimmt. Aber
energiereich bedeutet nicht schlecht.
Unser Körper braucht Energie. Und gerade in einer Kultur, in der
viele Menschen gelernt haben, möglichst kalorienarm zu essen,
kann es wichtig sein, Fett nicht reflexartig zu reduzieren.
Fett macht Mahlzeiten oft sättigender, geschmackvoller und
befriedigender.
Ein Salat ohne Dressing ist vielleicht kalorienärmer – aber
häufig auch weniger sättigend, weniger genussvoll und manchmal
auch weniger nährstoffverfügbar. Das heißt nicht, dass jede
Mahlzeit besonders fettreich sein muss.
Aber es heißt: Fett darf einen Platz auf deinem Teller haben.
Quellen
Abbildung:https://www.dge.de/wissenschaft/fachinformationen/trans-fettsaeuren-und-die-gesundheit/
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