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Du führst Gespräche mit drei oder vier Google Ads Agenturen. Alle
wirken kompetent. Alle haben Referenzen. Alle erzählen dir etwas
über Kampagnen, Gebotsstrategien und Keywords. Und am Ende weißt du
trotzdem nicht, wer wirklich gut ist. Dann passiert häufig etwas
Gefährliches: Du vergleichst das Einzige, was sich leicht
vergleichen lässt – den Preis. Dabei musst du gar nicht beurteilen
können, ob eine Agentur technisch gute Google Ads Arbeit macht. Es
gibt andere Signale, die du bereits im Erstgespräch erkennen
kannst. ---- 1. Redet die Agentur über dein Geschäft? Eine gute
Agentur sollte zuerst verstehen, womit du eigentlich Geld
verdienst. Zum Beispiel: - Was ist ein Kunde bei dir wert? - Wie
viele Anfragen werden zu einem Auftrag? - Wie lange dauert der
Verkaufsprozess? - Wer ist deine Zielgruppe? - Woher kommen deine
Kunden aktuell? - Welche Werbung läuft bereits? Wenn der Anbieter
nach zehn Minuten noch nicht verstanden hat, was du verkaufst und
wer deine Kunden sind, wird er kaum sinnvolle Kampagnen für dich
entwickeln können. ---- 2. Kann die Agentur auch von etwas abraten?
Vorsicht bei Anbietern, die auf jede Idee mit „Ja, können wir
machen“ reagieren. Ein guter Dienstleister sagt auch: - Diese
Kampagne ergibt für dich keinen Sinn. - Dieser Kanal passt aktuell
nicht zu deinem Unternehmen. - Dafür fehlt noch die notwendige
Grundlage. - Mit diesem Budget würde ich das nicht starten. Gerade
bei Google Ads gibt es Kampagnentypen, mit denen sich schnell viel
Geld ausgeben lässt – ohne dass dadurch automatisch mehr Kunden
entstehen. Wer dir begründet von etwas abrät, denkt möglicherweise
stärker in deinem Interesse als jemand, der dir möglichst viel
verkaufen möchte. ---- 3. Geht es um Klicks oder um Kunden? Klicks,
Impressionen und Sichtbarkeit sind leicht zu präsentieren. Für dein
Unternehmen zählen aber andere Fragen: - Wie viele qualifizierte
Anfragen entstehen? - Wie viele davon werden zu Kunden? - Welche
Aufträge kommen über die Werbung? - Welchen Umsatz erzeugen diese
Kunden? Eine Agentur sollte nicht nur dein Werbekonto optimieren.
Sie sollte verstehen, welches Geschäftsergebnis dahintersteht. ----
4. Kannst du verstehen, was die Agentur erklärt? Du musst keine
Google Ads Fachbegriffe beherrschen. Eine gute Erklärung solltest
du trotzdem verstehen können. Wenn du nach dem Gespräch deinem
Geschäftspartner, deiner Partnerin oder deinem Steuerberater
erklären kannst, was gemacht werden soll und warum, ist das ein
gutes Zeichen. Wenn du dagegen nur eine Menge Fachbegriffe gehört
hast und danach genauso schlau bist wie vorher, hilft dir die
Expertise des Anbieters wenig. ---- 5. Wer betreut später wirklich
deine Kampagnen? Frag im Gespräch konkret nach: - Spreche ich
gerade mit dem späteren Ansprechpartner? - Wer arbeitet tatsächlich
an meinem Konto? - Was passiert bei Urlaub oder Krankheit? - Gibt
es einen zweiten Ansprechpartner? - Wen erreiche ich bei dringenden
Problemen? Gerade bei kleinen Dienstleistern oder einzelnen
Freelancern kann die Vertretung ein wichtiger Punkt sein. ---- 6.
Wem gehören Konto und Daten? Deine Werbung sollte möglichst auf
deinem eigenen Konto laufen. Kläre deshalb vor Beginn der
Zusammenarbeit: - Gehört das Google Ads Konto mir? - Behalte ich
sämtliche historischen Daten? - Habe ich jederzeit Zugriff? - Was
passiert bei einer Kündigung? - Kann ich meine Kampagnen problemlos
übernehmen? Eine Frage von wenigen Sekunden kann dir später Jahre
an Kampagnendaten und viel Ärger sparen. ---- 7. Will jemand sofort
verkaufen? Wenn dir bereits im ersten Gespräch ein Vertrag zur
Unterschrift hingelegt wird, obwohl dein Geschäft noch kaum
verstanden wurde, solltest du genauer hinschauen. Ein seriöser
Anbieter muss manchmal erst weitere Informationen sammeln. Und ein
Satz wie: „Das weiß ich gerade nicht, das müssen wir prüfen.“ ist
nicht automatisch ein schlechtes Zeichen. Im Gegenteil. Gerade bei
komplizierten Produkten oder stark regulierten Branchen ist es si

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