Was heute als medizinische Innovation in der Versorgung von
Menschen mit feuchter altersbedingter Makuladegeneration (AMD)
angekommen ist, begann vor Jahrzehnten in der Forschung. Prof
Daniel Pauleikhoff berichtet über die Anfänge der Spritzen ins
Auge, die heute nicht mehr wegzudenken sind.
Die intravitreale operative Medikamentengabe, kurz IVOM,gehört
heute zur etablierten Versorgung von Menschen mit feuchter
altersbedingter Makuladegeneration. Vor ihrer Einführung waren
die Behandlungsmöglichkeiten jedoch begrenzt: Laserbehandlungen
und photodynamischeTherapien konnten den Krankheitsverlauf
teilweise bremsen, waren aber vor allem auf Schadensbegrenzung
ausgerichtet.
In dieser Folge von Retina Innovation unternehmen wirgemeinsam
mit Prof. Dr. Daniel Pauleikhoff eine Zeitreise zu den Anfängen
der IVOM-Therapie. Als langjähriger Netzhautspezialist hat er die
Entwicklung derBehandlung wissenschaftlich, klinisch und beim
Aufbau geeigneter Versorgungsstrukturen begleitet.
Prof. Pauleikhoff erklärt verständlich, wie krankhafteBlutgefäße
und austretende Flüssigkeit die Netzhaut bei feuchter AMD
schädigen und warum die Einführung der Anti-VEGF-Medikamente
einen grundlegenden Wandelbedeutete. Statt die Gefäße mit Laser
oder anderen Verfahren zu zerstören, konnte nun gezielt ihre
Durchlässigkeit verringert und die Flüssigkeitsansammlung in der
Netzhaut behandelt werden.
Wir sprechen darüber, wie eine IVOM abläuft, warum dieVorstellung
einer Spritze ins Auge bei vielen Patienten zunächst Ängste
auslöst und mit welchen hygienischen und medizinischen Maßnahmen
die Behandlung sicher durchgeführt wird. Außerdem geht es um
realistische Erwartungen: Bei vielen Patienten kann das
vorhandene Sehvermögen stabilisiert, bei einem Teil
sogarverbessert werden. Die feuchte AMD bleibt jedoch eine
chronische Erkrankung, weshalb wiederholte Behandlungen über
einen langen Zeitraum notwendig sein können.
Die Geschichte der IVOM zeigt beispielhaft, was RetinaInnovation
in den Mittelpunkt stellt: eine medizinische Entwicklung, die den
Weg aus der Forschung in die reguläre Versorgung gefunden und die
Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit Sehverlust grundlegend
verändert hat.Heute geht es nicht mehr nur darum, einen drohenden
Sehverlust zu verlangsamen, sondern vorhandenes Sehvermögen
möglichst lange zu erhalten und damitSelbstständigkeit und
Lebensqualität zu sichern.
Prof. Dr. Daniel Pauleikhoff gehört zu den prägendenRetinologen
Deutschlands. Über Jahrzehnte hat er die Erforschung und
Behandlung von Netzhauterkrankungen, insbesondere der
altersbedingten Makuladegeneration(AMD), wissenschaftlich und
klinisch begleitet. Nach seiner Ausbildung an der
Universitäts-Augenklinik Essen und Forschungsaufenthalten am
renommiertenMoorfields Eye Hospital in London baute er das
Augenzentrum am St. Franziskus-Hospital Münster mit auf und
setzte sich maßgeblich für die Einführung moderner
Netzhauttherapien in die Patientenversorgung ein. Bis
heuteengagiert er sich dafür, wissenschaftliche Erkenntnisse in
eine qualitativ hochwertige Versorgung zu übertragen. Als
langjähriger Vorsitzender des AMD-Netz e.V. setzt er sich zudem
für die Vernetzung von Augenärzten, Kliniken,Wissenschaft und
Patienten ein und engagiert sich für eine bestmögliche Versorgung
von Menschen mit altersbedingter Makuladegeneration.
Die IVOM-Therapie steht beispielhaft für das, worum es inRetina
Innovation geht: medizinische Innovationen, die heute bereits
Teil der Versorgung sind und das Leben von Menschen mit
Sehverlust nachhaltig verbessernkönnen
Weiterführende Links: https://www.amd-netz.de/team
Disclaimer: Die Inhalte dienen der neutralen Information und
ersetzen keine medizinische oder versorgungsbezogene Beratung.
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