In unserer 36. Episode des GZ‑Podcasts „Chefsache“ geht es um das
Thema „Nachfolge“. Die 31‑jährige Lisa Behn und ihr 68‑jähriger
Onkel Rüdiger Behn erklären, wie sie den Übergang von der 4. in
die 5. Generation in der Unternehmensgruppe Behn gestalten. Seit
Anfang 2026 trägt Lisa gemeinsam mit ihrem Cousin Asmus die
Verantwortung für das mehr als 130 Jahre alte Haus, bekannt durch
ikonische Marken wie "Küstennebel" oder "Kleiner
Feigling".
Rüdiger Behn ist Anfang 2026 in seinen wohlverdienten Unruhestand
gegangen. „Unruhestand“ deshalb, weil er immer noch regelmäßig im
Unternehmen auftaucht, um die Nachwuchsführungskräfte zu
unterstützen.
Und das passiert nicht nur gelegentlich, sondern fast täglich.
Eine Szene aus dem Interview zeigt das sehr schön: Rüdiger Behn
erzählt, dass „jeden Tag irgendetwas Neues hochkommt“, bei dem
Lisa oder Asmus zu ihm kommen und fragen: „Sag mal, wie ist das
eigentlich? Wie geht das? Was… was glaubst du?“ Viele Fragen, die
viel über die Dynamik zwischen den Generationen verrät –
pragmatisch, direkt, norddeutsch und voller gegenseitigem
Respekt.
Die Unternehmensgruppe Behn ist schließlich kein kleines
Familienunternehmen, sondern ein komplexes Gebilde aus zwei
starken Säulen: der Waldemar Behn GmbH als international
agierendem Spirituosenhersteller und der Getränke Behn GmbH als
bedeutendem Getränkefachgroßhandel in Schleswig‑Holstein. Ein
strategischer Meilenstein war die Kooperation mit dem
norddeutschen Lebensmittelhändler Bartels Langness (Bela), aus
der Mitte 2024 die GLN Getränkelogistik Nord entstand – ein Joint
Venture, das die Logistik im Norden neu ordnet und die
Zukunftsfähigkeit der Gruppe stärkt.
Im Gespräch wird deutlich, wie anspruchsvoll die Weitergabe an
die nächste Generation ist: neue Führungskultur, klare Werte,
moderne Prozesse, internationale Markenführung und
gleichzeitig die Frage, wie man ein Familienunternehmen
weiterentwickelt, ohne seine Identität zu verlieren. Lisa spricht
offen darüber, wie es ist, als junger Mensch Verantwortung für
ein komplettes Unternehmen zu übernehmen. Rüdiger wiederum
erklärt, warum Loslassen schwer ist, aber notwendig“.
Unternehmensübergabe - nichts für kleine
Feiglinge.
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