Im Vorgespräch zum Tagesevangelium geht es um Reformen in der
Kirche und manche Entscheidung aus Rom, mit der Monika Kleine
hadert. Die langjährige Geschäftsführerin des SkF Köln ist jedoch
überzeugt, dass in der Kirche bereits viele Veränderungen
stattfinden – oft in Bereichen, die nicht offiziell vorgegeben,
aber dennoch gelebt werden.Auf die Frage, ob sie sich vorstellen
könnte, Priesterin oder sogar Erzbischöfin von Köln zu werden,
antwortet Kleine, dass sie diese Gestaltungsmöglichkeit durchaus
reizvoll fände. Eine Kirche unter ihrer Leitung würde sie vor allem
partizipativ gestalten: Viele unterschiedliche Menschen sollten
gemeinsam beraten und Verantwortung übernehmen. Gerade die Mischung
aus Frauen und Männern könne fruchtbare Veränderungen
bewirken.Jungen Frauen und Mädchen, die sich in der Kirche
engagieren möchten, macht Kleine Mut, Ungerechtigkeiten nicht
einfach hinzunehmen, sondern für Beteiligung einzutreten und Räume
zu nutzen, die bereits offenstehen. Die Zukunft der Kirche sieht
sie in ihrer großen Vielfalt und in den vielen kleinen „Nischen“,
in denen Menschen ihren Glauben gestalten.Im Gespräch über das
Tagesevangelium vom 7. August spricht Kleine über die radikale
Nachfolge Jesu. Die Botschaft des Textes versteht sie weniger als
Aufforderung, alles aufzugeben, sondern als Einladung,
Entscheidungen mit tiefer Überzeugung zu treffen. In einer
vielfältigen Welt brauche es Offenheit für unterschiedliche Wege –
und zugleich Klarheit bei dem, wofür man wirklich
einsteht.Evangelium nach Matthäus:In jener Zeit sprach Jesus zu
seinen Jüngern: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er
sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer
sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um
meinetwillen verliert, wird es finden. Was nützt es einem Menschen,
wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um
welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen? Der
Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Herrlichkeit seines
Vaters kommen und dann wird er jedem nach seinen Taten vergelten.
Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den
Tod nicht schmecken, bis sie den Menschensohn in seinem Reich
kommen sehen. (Mt 16,24-28)( Ständige Kommission für die
Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen
Sprachgebiet)
Kommentare (0)
Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.