In dieser Folge vom "Blick in die Bibel" erzählt Schwester Anne
Kurz aus Münster zuerst etwas Persönliches: Sie liest gerade einen
packenden Krimi, obwohl sie sich sonst kaum für dieses Genre
begeistern kann. Außerdem spricht die Ordensfrau der Gemeinschaft
Verbum Dei darüber, wie sie im Alltag zur Ruhe kommt – durch
Spazierengehen, Schreiben und manchmal Malen. Danach stellt
Schwester Anne das Exerzitienhaus ihrer Gemeinschaft in Venne bei
Münster vor. Passend dazu steht im Tagesevangelium Johannes
der Täufer im Mittelpunkt, denn die Kirche in Venne steht unter dem
Patronat dieses Heiligen. Schwester Anne erklärt, warum Johannes
eine starke, aber auch unbequeme Figur ist. Der Vorläufer Jesu
verkündete die Wahrheit, auch wenn es gefährlich wurde. Für sie
zeigt er, dass Glaube Mut braucht – und dass Menschen berufen sind,
Licht zu sein und für Gerechtigkeit einzustehen.Aus dem
Matthäusevangelium:In jener Zeit hörte der Tetrárch Herodes, was
man von Jesus erzählte. Er sagte zu seinem Gefolge: Das ist
Johannes der Täufer. Er ist von den Toten auferweckt worden;
deshalb wirken solche Kräfte in ihm. Herodes hatte nämlich Johannes
festnehmen und in Ketten ins Gefängnis werfen lassen wegen der
Heródias, der Frau seines Bruders Philíppus. Denn Johannes hatte zu
ihm gesagt: Es ist dir nicht erlaubt, sie zur Frau zu haben. Dieser
wollte ihn töten lassen, fürchtete sich aber vor dem Volk; denn man
hielt Johannes für einen Propheten. Als aber der Geburtstag des
Herodes war, tanzte die Tochter der Heródias vor ihnen. Und sie
gefiel Herodes, sodass er mit einem Eid zusagte, ihr zu geben, was
immer sie sich wünschte. Sie aber, angestiftet von ihrer Mutter,
sagte: Gib mir hier auf einer Schale den Kopf Johannes’ des
Täufers! Und der König, der traurig wurde wegen der Eide und wegen
der Gäste, befahl, den Kopf zu bringen. Und er schickte und ließ
Johannes im Gefängnis enthaupten. Man brachte seinen Kopf auf einer
Schale und gab ihn dem Mädchen und sie brachte ihn ihrer Mutter.
Und seine Jünger kamen, holten den Leichnam und begruben ihn. Dann
gingen sie und berichteten es Jesus. (Mt 14,1-12)( Ständige
Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher
im deutschen Sprachgebiet)
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