„Zwei Menschen können am selben Tag geboren sein und biologisch
trotzdem in völlig unterschiedlichen Lebensphasen stehen.“ Das
biologische Alter beschreibt nicht die Jahre seit unserer Geburt,
sondern den Zustand unseres Körpers im Vergleich zu gleichaltrigen
Menschen. Entscheidend ist, wie leistungsfähig Stoffwechsel,
Herz-Kreislauf-System, Muskulatur, Immunsystem und Organe
tatsächlich sind. Wer schneller an Muskelkraft verliert, weniger
belastbar ist, viszerales Fett aufbaut oder erste
Stoffwechselstörungen entwickelt, kann biologisch älter sein, als
es der Ausweis vermuten lässt. In dieser Folge der artgerecht
HEALTH NERDS erklären Podcast-Host Felix Moese und
Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum, wie biologisches Alter
wissenschaftlich bestimmt wird und warum es dafür keinen einzelnen
Messwert gibt. Blutdruck, Blutzucker, Entzündungsmarker,
Körperzusammensetzung, Griffkraft, Gehgeschwindigkeit und maximale
Sauerstoffaufnahme erfassen jeweils nur einen Teil des
Alterungsprozesses. Auch epigenetische Uhren, die Veränderungen an
der DNA-Regulation untersuchen, liefern keine endgültige
Alterszahl, sondern modellbasierte Schätzungen. Ein allgemein
anerkannter klinischer Goldstandard existiert bislang nicht. Die
Folge ordnet ein, was Fitnessuhren, Smart Rings und
Körperfettwaagen tatsächlich messen und warum ihr angezeigtes
Stoffwechselalter nicht mit dem biologischen Alter des gesamten
Organismus gleichzusetzen ist. Solche Geräte können Entwicklungen
bei Ruhepuls, Schlaf, Bewegung oder Herzratenvariabilität sichtbar
machen. Aussagekräftiger als ein einzelner Tageswert ist jedoch der
langfristige Trend. Wer sich ausschließlich von einer App
bescheinigen lässt, biologisch fünf oder zehn Jahre älter zu sein,
erhält eine Zahl, aber noch keine belastbare gesundheitliche
Diagnose. Entscheidend ist deshalb nicht, ob ein Test 42 oder 47
Jahre ausgibt. Relevant ist, welche Bereiche auffällig sind und ob
sie sich verändern lassen. Muskelkraft, Ausdauer, Taillenumfang,
Stoffwechselwerte, Schlafrhythmus und tägliche Bewegung reagieren
auf den Lebensstil. Schon mehr Schritte im Alltag, regelmäßiges
Kraft- und Ausdauertraining, ausreichend Schlaf und eine
Verbesserung der Körperzusammensetzung können das Tempo
biologischer Alterungsprozesse beeinflussen. Motivierend: Das
biologische Alter ist keine unveränderliche zweite Jahreszahl. Es
ist ein Modell, das sichtbar machen kann, wo der Körper schneller
altert und an welchen Stellen sich gegensteuern lässt. HEALTH
NERDS. Mensch, einfach erklärt. Spare 15% auf Deine erste
Bestellung auf https://artgerecht.com mit dem Code: HEALTHNERDS15
(im Warenkorb eingeben) Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
Kommentare (0)
Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.