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Beschreibung
vor 1 Woche
Ein Vierjähriger lässt den Sprachassistenten wie ein Delfin
machen, und lacht sich kaputt. Aber hatte die Maschine da gerade
Humor? Genau dieser kleine, alltägliche Moment mit ihrem
Enkelsohn ist der Ausgangspunkt für diese Folge von KIRRE
… na hör mal!, in der Sabine der Frage nachgeht, was
Humor eigentlich ausmacht und warum KI damit bis heute so
sichtbar zu kämpfen hat. Es ist eine der persönlicheren Folgen
des Podcasts, weil sie mit einer kleinen Familienszene beginnt
und sich von dort aus zu einer größeren Frage über Kreativität,
Verletzlichkeit und Maschinen entwickelt.
Sabine beginnt mit einer einfachen Beobachtung: Wenn ihr Enkel
den Sprachassistenten dazu bringt, wie ein Delfin zu klingen,
lacht das Kind, lacht auch sie selbst, aber die Maschine lacht
nicht mit. Sie hat lediglich einen Befehl ausgeführt. Von dieser
Alltagsszene ausgehend nähert sich Sabine der Frage, was Humor
eigentlich ist: das Überraschende im richtigen Moment, das
Unerwartete, das plötzlich Sinn ergibt, verbunden mit exaktem
Timing. Sie zieht Parallelen zu Kabarettistinnen, Comedians und
Schauspielerinnen, die genau wissen, an welcher Stelle eine Pause
den Unterschied macht, ein Wissen, das über Jahre auf echten
Bühnen vor echtem Publikum entsteht und sich nicht aus Büchern
oder Trainingsdaten lernen lässt, sondern nur aus dem direkten,
oft unbequemen Kontakt mit einem echten, reagierenden Publikum.
Ein zentraler neuer Baustein dieser Folge ist aktuelle Forschung
zum Thema KI und Humor. Sabine stellt eine Studie eines
Forschungsteams aus Cardiff und Venedig vor, die untersucht hat,
wie gut aktuelle Sprachmodelle wie ChatGPT und Gemini tatsächlich
Wortwitze verstehen. Das Ergebnis: Die Systeme simulieren
Verständnis für Wortspiele sehr überzeugend, tatsächlich aber
erkennen sie meist nur bekannte Witzstrukturen wieder, die sie
aus riesigen Textmengen gelernt haben, statt wirklich zu
verstehen, warum etwas komisch ist. Besonders bemerkenswert fand
Sabine, dass laut dieser Studie auch größere und neuere Modelle
nicht automatisch näher an echtes Verständnis heranrücken, sie
werden lediglich besser darin, bekannte Muster zu reproduzieren.
Genau dieses Ergebnis bestätigt für Sabine eine Vermutung, die
sie schon länger hatte, aber bislang nicht so klar belegen
konnte.
Als zweiten Baustein bringt Sabine eine Studie von Google
DeepMind ein, für die zwanzig professionelle Comedians im Rahmen
mehrstündiger Workshops befragt wurden, unter anderem beim
Edinburgh Festival Fringe, einem der größten Comedy-Festivals der
Welt. Die befragten Comedians beschreiben KI als nützliches
Werkzeug für schnelle Ideensammlung und für das gefahrlose
Durchspielen verschiedener Pointen-Varianten, betonen aber
gleichzeitig, dass die eigentliche Entscheidung, welche
Formulierung wirklich funktioniert, weiterhin bei ihnen selbst
liegt und sich oft nicht einmal in Worte fassen lässt. Sabine
verbindet diese Beobachtung mit ihrer eigenen These: Genau dieses
schwer greifbare Bauchgefühl, das aus echter Bühnenerfahrung
entsteht, aus dem tatsächlichen Erleben von Lachen oder eben
betretenem Schweigen im Publikum, ist etwas, das einer KI
grundsätzlich fehlt.
Die Folge macht deutlich, warum Humor für Sabine ein besonders
anschauliches Beispiel für die Grenzen von KI ist: Humor ist
verletzlich. Wer einen Witz macht, riskiert etwas, nämlich dass
niemand lacht. Genau dieses Risiko, diese Verletzlichkeit, ist
etwas, das eine Maschine nicht kennt, weil sie weder Scham noch
Erleichterung empfinden kann, und weil sie bei jedem neuen
Versuch einfach neu generiert, ohne die Erfahrung eines
missglückten Versuchs mitzuschleppen. Gleichzeitig bleibt Sabine
vorsichtig mit endgültigen Urteilen und erinnert daran, wie viele
technologische Entwicklungen der letzten Jahrzehnte einst als
undenkbar galten. Sie schließt die Folge mit einem
augenzwinkernden Gedanken: Wenn wir über einen KI-Witz lachen,
lachen wir vielleicht eigentlich über unsere eigene menschliche
Neigung, überall nach Menschlichkeit zu suchen, auch dort, wo
keine ist.
Diese Episode eignet sich besonders für alle, die sich mit
folgenden Themen beschäftigen: KI und Humor, künstliche
Intelligenz und Kreativität, Wortwitze und Sprachmodelle, KI in
der Comedy-Branche, Grenzen von ChatGPT und Gemini,
Humorforschung, Sprachassistenten im Familienalltag sowie die
Frage, was Humor eigentlich menschlich macht. Die Folge passt
außerdem zu Suchanfragen wie: Kann KI witzig sein? Versteht
ChatGPT Witze wirklich? Nutzen Comedians künstliche Intelligenz?
Was macht guten Humor aus? Warum lachen wir über bestimmte Witze
und über andere nicht?
KIRRE … na hör mal! ist ein deutschsprachiger
Podcast über künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf
Alltag, Kreativität und Arbeit, moderiert von Sabine, auch
bekannt als Applebee, Grafikdesignerin mit langjähriger Erfahrung
und seit drei Jahren intensiver KI-Nutzerin. Der Podcast richtet
sich an kreative und wissensbasierte Selbstständige, die KI weder
unkritisch feiern noch pauschal verteufeln wollen, sondern einen
ehrlichen, humorvollen und reflektierten Umgang damit suchen.
Jede Folge widmet sich einem konkreten Aspekt der KI-Nutzung im
Alltag, von Beziehungen über Arbeit bis hin zu Kreativität,
Wahrheit und Gesellschaft.
Falls du selbst schon mal erlebt hast, dass dich eine KI wirklich
zum Lachen gebracht hat, oder genau das Gegenteil, ein Witz, der
so daneben war, dass er fast schon wieder komisch wurde, schreib
Sabine gerne. Sie freut sich über jede Zuschrift und sammelt eure
Geschichten für mögliche zukünftige Folgen. Auch wenn du selbst
beruflich mit Sprache, Kommunikation oder Content arbeitest und
merkst, dass dir bei aller KI-Unterstützung der eigene Ton, die
eigene Stimme oder eben auch der eigene Humor manchmal verloren
geht, findest du über die Kontaktadresse den Weg zu Sabines
Beratungsangeboten unter der Marke Applebee. Denn genau darum
geht es am Ende dieser Folge: nicht darum, KI für Humor zu
verteufeln, sondern zu verstehen, was am Lachen eigentlich so
zutiefst menschlich ist, und warum das vermutlich noch eine ganze
Weile so bleiben wird.
Weiterführende Links:
Kontakt für eigene Meinungen, Gegenbeispiele und
Geschichten:
hoermal@kirrepodcasting.com
Cardiff University / Ca' Foscari Venedig – „Pun Unintended:
LLMs and the Illusion of Humor Understanding" (Studie zu KI und
Wortwitzen, EMNLP 2025):
https://www.cardiff.ac.uk/news/view/2981509-why-the-long-interface-ai-systems-dont-get-the-joke,-research-reveals
Google DeepMind – „A Robot Walks into a Bar":
Studie mit 20 Comedians zu KI in der Comedy-Praxis:
https://arxiv.org/pdf/2405.20956
Keywords: KI und Humor, künstliche Intelligenz Kreativität,
Wortwitze Sprachmodelle, ChatGPT Witze, KI Comedy,
Humorforschung, Sprachassistent Familie, KIRRE Podcast, Sabine,
Applebee
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