Sie beobachten dich. Immer. Auch jetzt.

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vor 1 Woche
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Beschreibung

vor 1 Woche

Steuernummer, Versicherungsnummer, KFZ-Kennzeichen, Kundennummer,
wir sind in unzähligen Systemen längst nur noch Datensätze. Und
Digitalisierung macht das effizienter, schneller, praktischer.
Aber was verlieren wir dabei? Diese Folge von KIRRE … na hör mal!
beginnt mit einer kleinen, persönlichen Geschichte: Sabine bringt
einer Mitarbeiterin im Bürgeramt eine Rose mit, weil die ihr
außerhalb der Öffnungszeiten noch schnell zu ihrem abgelaufenen
Personalausweis verholfen hat. Aus dieser kleinen Geste
entwickelt sich eine größere Reflexion darüber, wie viele
Nummern, Kennungen und Datensätze jeder von uns eigentlich ist,
und was dabei auf der Strecke bleibt. Es ist eine der
persönlicheren, ruhigeren Folgen des Podcasts, die bewusst mit
einer Alltagsszene beginnt statt mit einer großen These.


Sabine zählt zunächst nüchtern auf, wie viele verschiedene
Identifikationsnummern ein einzelner Mensch heute hat, von der
Steuernummer über die Versicherungsnummer bis zur Kundenkarte im
Supermarkt, und macht deutlich, dass das Prinzip an sich nicht
neu ist. Schon vor der Digitalisierung waren Menschen in
Verwaltungen Aktenzeichen und Karteikarten. Was sich geändert
hat, ist Tempo, Umfang und Vernetzung. Sabine erkennt darin
durchaus auch echte Vorteile, etwa die Möglichkeit, ein Auto
online umzumelden oder per E-Rezept in wenigen Minuten ein
Medikament zu bekommen, ohne dafür extra einen Arzttermin zu
brauchen. Sie beschreibt diese Ambivalenz sehr bewusst als
Sowohl-als-auch, nicht als reines Für oder Gegen die
Digitalisierung.


Den Kern der Folge bildet jedoch ein Zitat aus dem aktuellen
Tätigkeitsbericht des Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz
und Informationsfreiheit für das Jahr 2025: Bürger suchen Orte,
an denen sie nicht verwaltet, sondern gehört werden. Sabine
verbindet dieses Zitat mit ihrer eigenen Bürgeramt-Geschichte und
macht daran den entscheidenden Unterschied zwischen Nummer und
Mensch fest. Ergänzend nennt sie eine aktuelle Zahl aus demselben
Bericht: Allein in Hamburg sind die Datenschutzbeschwerden 2025
auf über 4.200 gestiegen, ein Anstieg von 62 Prozent gegenüber
dem Vorjahr und der höchste je gemessene Wert in der Stadt. Für
Sabine ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass Menschen
zunehmend spüren, wie viel von ihnen digital erfasst und
verarbeitet wird, und dass sie beginnen, sich aktiv dagegen zu
wehren, statt es einfach hinzunehmen.


Ein besonders spannender Gedanke der Folge ist die Doppelrolle
von KI in diesem Zusammenhang: Einerseits macht KI Menschen zu
noch mehr Rohmaterial, aus dem Systeme lernen, je mehr wir
suchen, schreiben und einkaufen, desto mehr Daten fließen in
Algorithmen ein. Andererseits hilft dieselbe KI immer mehr
Menschen dabei, ihre eigenen Datenschutzrechte überhaupt erst zu
verstehen und einzufordern, etwa wenn sie eine KI fragen, ob ein
Unternehmen bestimmte Daten überhaupt nutzen darf. Laut dem
Hamburger Datenschutzbericht trägt genau dieser Effekt mit dazu
bei, dass immer mehr Menschen überhaupt erst merken, dass ihre
Rechte verletzt wurden, und eine Beschwerde einreichen. Sabine
findet diese Ambivalenz, dass die Technik, die uns zu Datensätzen
macht, uns gleichzeitig hilft, uns dagegen zu wehren,
bemerkenswert und nennt sie fast schon ironisch, fast schon ein
bisschen poetisch.


Die Folge streift außerdem die elektronische Patientenakte, die
seit 2025 für alle gesetzlich Versicherten in Deutschland
eingeführt ist, und wirft dazu offene, unaufgeregte Fragen auf:
Wer sieht diese hochsensiblen Gesundheitsdaten, wie lange werden
sie gespeichert, und was passiert im Falle eines Hacks? Sabine
macht deutlich, dass es ihr dabei nicht um Panikmache geht,
sondern um berechtigte, notwendige Fragen, die angesichts der
Bedeutung ärztlicher Schweigepflicht in einer digitalen Welt neu
gestellt werden müssen. Am Ende bleibt sie bewusst persönlich:
Sie beschreibt, wie sie selbst im Alltag mit dieser Datenspur
umgeht, etwa indem sie sich bei jeder App bewusst fragt, ob ein
Standort oder eine echte Mailadresse wirklich notwendig sind, und
plädiert dafür, gerade in einer zunehmend digitalisierten Welt
bewusst die kleinen, menschlichen Momente zu pflegen, die keine
Datenbank je erfassen wird.


Diese Episode eignet sich besonders für alle, die sich mit
folgenden Themen beschäftigen: Datenschutz im Alltag,
Digitalisierung der Verwaltung, elektronische Patientenakte, KI
und persönliche Daten, Datenschutzbeschwerden Deutschland,
Bürgernähe in digitalen Systemen sowie die Frage, wie man in
einer datengetriebenen Welt Mensch bleibt. Die Folge passt
außerdem zu Suchanfragen wie: Wie viele Daten hat der Staat über
mich? Was ist die elektronische Patientenakte? Wie kann ich meine
Daten besser schützen? Wie hilft KI beim Datenschutz? Wie viele
Datenschutzbeschwerden gab es 2025?


KIRRE … na hör mal! ist ein deutschsprachiger
Podcast über künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf
Alltag, Kreativität und Arbeit, moderiert von Sabine, auch
bekannt als Applebee, Grafikdesignerin mit langjähriger Erfahrung
und seit drei Jahren intensiver KI-Nutzerin. Der Podcast richtet
sich an kreative und wissensbasierte Selbstständige, die KI weder
unkritisch feiern noch pauschal verteufeln wollen, sondern einen
ehrlichen, humorvollen und reflektierten Umgang damit suchen.


Wenn dich diese Folge zum Nachdenken gebracht hat, schreib Sabine
gerne, wie du selbst mit deinen eigenen Daten umgehst oder wo dir
zuletzt aufgefallen ist, wie sehr du inzwischen nur noch Nummer
statt Mensch warst. Sie freut sich über jede Zuschrift und
sammelt solche Geschichten für kommende Folgen. Wer selbst merkt,
dass die eigene digitale Sichtbarkeit oder Positionierung im
KI-Zeitalter unklar geworden ist, findet über die Kontaktadresse
auch den Weg zu Sabines Beratungsangeboten unter der Marke
Applebee.


 
Weiterführende Links:

Kontakt für eigene Meinungen, Gegenbeispiele und
Geschichten:
hoermal@kirrepodcasting.com


Tätigkeitsbericht Datenschutz 2025, Hamburgischer Beauftragter
für Datenschutz und Informationsfreiheit (Quelle für Zitat und
Beschwerdezahlen):
https://datenschutz-hamburg.de/service-information/taetigkeitsberichte/taetigkeitsbericht-datenschutz-2025


Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die
Informationsfreiheit (BfDI) – Infos zu Datenschutzrechten in
Deutschland:
https://www.bfdi.bund.de


Verbraucherzentrale – Tipps zum Datenschutz im
Alltag: 
https://www.verbraucherzentrale.de/datenschutz


 


Keywords: Datenschutz Alltag, Digitalisierung Verwaltung,
elektronische Patientenakte, KI persönliche Daten,
Datenschutzbeschwerden, Bürgernähe digitale Systeme, Datensatz
Mensch, KIRRE Podcast, Sabine, Applebee


 
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