Technische Revolution? Meistens nicht mal ein Update.

Technische Revolution? Meistens nicht mal ein Update.

vor 1 Woche
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Beschreibung

vor 1 Woche

Das Navi schickt einen in die Einbahnstraße, oder schlimmer noch,
direkt ins Wasser. Der Segway sollte Städte revolutionieren und
wurde zum Stadtführer-Gefährt. Das Internet hat die Welt
verändert, aber nicht so, wie es sich beide Lager damals
vorgestellt hatten. Und jetzt: KI. In dieser Folge von KIRRE … na
hör mal! schaut Sabine auf ein Muster, das sich durch die gesamte
Technikgeschichte zieht: Wir überschätzen neue Technologie immer
zuerst maßlos, und unterschätzen sie danach oft genauso maßlos,
bevor sich irgendwann ein realistischeres Bild einpendelt. Es ist
eine leichte, alltagsnahe Folge mit einem ernsten Kern, ideal zum
Weiterschicken an alle, die selbst schon mal blind einer Technik
vertraut haben, sei es aus Bequemlichkeit, aus Zeitdruck oder
einfach, weil eine Maschine so überzeugend klingt.


Ausgangspunkt ist Sabines eigene Erfahrung mit einem ihrer ersten
Navigationsgeräte, das sie kurzerhand in eine Einbahnstraße
entgegen der Fahrtrichtung schickte. Sie erweitert dieses
persönliche Beispiel um die inzwischen gut dokumentierte
Tatsache, dass Navi-Fehlleitungen in seltenen, aber
wiederkehrenden Fällen sogar dazu führen, dass Fahrzeuge in
Gewässern landen, weil Fahrende der Ansage mehr vertrauen als
dem, was sie eigentlich vor sich sehen. Von dort aus spannt sie
den Bogen zu größeren, historischen Beispielen: dem Segway, der
zu Beginn der Zweitausenderjahre als Erfindung galt, die ganze
Städte umkrempeln würde, inklusive spektakulärer
Investitionssummen noch bevor das Produkt überhaupt öffentlich
vorgestellt wurde, und die am Ende vor allem bei Stadtführungen
und auf Werksgeländen landete.


Sabine nutzt dieses Beispiel bewusst auch, um zu zeigen, dass es
keineswegs naive oder unerfahrene Menschen waren, die sich damals
täuschen ließen, sondern erfahrene Unternehmer und Investoren,
was zeigt, wie leicht sich auch kluge Köpfe von einem Hype
mitreißen lassen, wenn die Begeisterung erst mal groß genug ist.
Auch das Internet der Neunzigerjahre wird als Beispiel
herangezogen, für das es ebenfalls zwei entgegengesetzte, beide
falsche Extrempositionen gab: totale Verheißung auf der einen,
kompletter Hype ohne Substanz auf der anderen Seite. Im Rückblick
zeigt sich bei beiden Technologien ein ganz ähnliches Muster,
nämlich dass die Wahrheit am Ende irgendwo dazwischen lag,
weniger spektakulär als beide Extreme, aber dafür deutlich näher
an der Realität.


Von diesen historischen Beispielen führt Sabine direkt zu
künstlicher Intelligenz und macht deutlich, dass sie als tägliche
KI-Nutzerin zwar von den Fähigkeiten der Technologie überzeugt
ist, gleichzeitig aber eine massive gesellschaftliche
Überschätzung beobachtet, sowohl bei überzogenen Weltuntergangs-
als auch bei überzogenen Erlösungsversprechen. Sie grenzt konkret
ab, was KI aus ihrer Sicht wirklich gut kann, etwa Texte
zusammenfassen, Recherche beschleunigen, Ideen strukturieren oder
Muster in großen Datenmengen erkennen, und was sie nicht kann,
etwa mit echter Verantwortung entscheiden, aus eigenem Erleben
kreativ sein, echte Empathie zeigen oder eigene Fehler
tatsächlich bemerken. Genau dieser letzte Punkt, dass KI
überzeugt und selbstbewusst auch dann klingt, wenn sie
falschliegt, beschreibt Sabine als die eigentliche Gefahr im
Umgang mit der Technologie, weit gefährlicher als die Technik
selbst, weil sich dieser überzeugende Ton auch bei ihr persönlich
manchmal einschleicht, obwohl sie es eigentlich besser weiß.


Als zentrale Botschaft der Folge formuliert Sabine die
Notwendigkeit einer gesunden Skepsis, ausdrücklich nicht als
Ablehnung oder Panik gemeint, sondern als bewusstes Hinterfragen,
ganz gleich ob es sich um ein Navigationsgerät oder eine
KI-Antwort handelt. Die Verantwortung, eine Information zu prüfen
und gegebenenfalls zu widersprechen, bleibt für sie immer beim
Menschen, nie bei der Maschine, auch wenn genau das im stressigen
Alltag oft leichter gesagt als getan ist, gerade wenn man müde
ist oder unter Zeitdruck steht. Sabine macht dabei deutlich, dass
sie selbst als erklärte Technik- und KI-Liebhaberin spricht,
nicht als Skeptikerin von außen, was ihrer Kritik zusätzliches
Gewicht verleiht.


Am Ende wagt Sabine noch einen kleinen Ausblick und spekuliert,
wie wohl in zwanzig Jahren auf die heutige KI-Euphorie
zurückgeblickt werden wird, vielleicht mit einem ähnlichen
Schmunzeln wie heute auf den Segway, vielleicht aber auch mit dem
Gefühl, dass KI längst so selbstverständlich geworden ist wie das
Internet, oder, wahrscheinlicher, mit einer Mischung aus beidem,
einem Teil Ernüchterung und einem Teil bleibender, tief in den
Alltag integrierter Substanz.


Diese Episode eignet sich besonders für alle, die sich mit
folgenden Themen beschäftigen: Techniküberschätzung, Hype-Zyklen
neuer Technologien, Geschichte des Segway, KI-Erwartungen und
KI-Realität, gesunder Menschenverstand im Umgang mit Technik, die
Grenzen künstlicher Intelligenz sowie die Frage, wie man
technologische Neuerungen realistisch einordnet, ohne in Euphorie
oder Ablehnung zu verfallen. Die Folge passt außerdem zu
Suchanfragen wie: Warum überschätzen wir neue Technik immer? Was
ist aus dem Segway geworden? Was kann KI wirklich, was nicht? Wie
geht man skeptisch, aber offen mit KI um? Warum klingt KI so
überzeugend, auch wenn sie falschliegt? Welche Technologien
wurden am meisten überschätzt?


KIRRE … na hör mal! ist ein deutschsprachiger
Podcast über künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf
Alltag, Kreativität und Arbeit, moderiert von Sabine, auch
bekannt als Applebee, Grafikdesignerin mit langjähriger Erfahrung
und seit drei Jahren intensiver KI-Nutzerin. Der Podcast richtet
sich an kreative und wissensbasierte Selbstständige, die KI weder
unkritisch feiern noch pauschal verteufeln wollen, sondern einen
ehrlichen, humorvollen und reflektierten Umgang damit suchen.
Jede Folge widmet sich einem konkreten Aspekt der KI-Nutzung im
Alltag, von Beziehungen über Arbeit bis hin zu Kreativität,
Wahrheit und Gesellschaft.


Hast du selbst eine gute Techniküberschätzungs-Geschichte, ein
Navi-Erlebnis, einen Technik-Hype, dem du auf den Leim gegangen
bist? Schreib Sabine gerne, sie sammelt genau solche Geschichten
für kommende Folgen und freut sich über jede noch so kleine oder
große Anekdote. Wer merkt, dass im eigenen Unternehmen gerade
unrealistische Erwartungen an KI kursieren, sei es zu viel
Euphorie, sei es zu viel Ablehnung, findet über die
Kontaktadresse auch den Weg zu Sabines Beratungsangeboten unter
der Marke Applebee, um KI realistisch statt hypegetrieben
einzuordnen und einen ehrlichen, praxisnahen Blick auf das zu
bekommen, was die Technologie tatsächlich leisten kann. Am Ende,
so lässt sich diese Folge zusammenfassen, geht es weniger um
Technik selbst als um die eigene Haltung ihr gegenüber, eine
Haltung, die sich zwischen blindem Vertrauen und pauschaler
Ablehnung bewusst in der Mitte einrichtet und genau dort am
meisten Nutzen stiftet.


 


Weiterführende Links:
Kontakt für eigene Meinungen, Gegenbeispiele und
Geschichten:
hoermal@kirrepodcasting.com


Navi-Unfälle im Wasser, inklusive AAA-Studie zu jährlich
tausenden versunkenen Fahrzeugen in den USA:
https://t3n.de/news/gps-navigation-unfall-fluss-hawaii-1557175/


Segway-Geschichte, Steve-Jobs-Zitat und das Ende der
Produktion:
https://www.forbes.com/sites/carltonreid/2020/06/24/segways-reach-the-end-of-the-road-but-bicycles-keep-on-rolling/


 


Keywords: Techniküberschätzung, Hype-Zyklen, Segway
Geschichte, KI-Erwartungen, künstliche Intelligenz Realität,
Skepsis im Umgang mit Technik, KIRRE Podcast, Sabine
Applebee




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