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  4. "Erst vor der eigenen Tür" - Gespräch mit Domvikar Jörg Stockem
Vom Jurastudenten mit dem Berufsziel Staatsanwalt zum Priester und
Domvikar: Jörg Stockem vom Kölner Dom erzählt zum Auftakt der
Podcast-Woche, wie ihn das Strafrecht einst faszinierte und warum
schließlich "der Heilige Geist zugeschlagen" hat. Heute sorgt er
als Domzeremoniar dafür, dass die großen Gottesdienste im Dom
würdig gefeiert werden. Und er schwärmt von seinem Arbeitsplatz:
"Wenn die Menschen den Dom sehen, geht das Herz auf."Im Evangelium
mahnt Jesus, nicht vorschnell über andere zu urteilen, sondern
zunächst den eigenen "Balken im Auge" wahrzunehmen. Jörg Stockem
macht deutlich, dass Jesus Missstände keineswegs verschweigt, wohl
aber die Selbstgerechtigkeit kritisiert. "Keiner ist frei von
Schuld", sagt der Domvikar. Besonders spannend wird seine Deutung
für die Gegenwart: Christlicher Glaube sei nicht zuerst eine Frage
von Moral und Vorschriften. "Vor aller Moral steht erst einmal die
Begegnung mit dem lebendigen Gott."Ein Gespräch über Berufung,
Selbstkritik und die Frage, was im Glauben wirklich an erster
Stelle steht. Jetzt reinhören!Aus dem Matthäusevangelium:In jener
Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Richtet nicht, damit ihr nicht
gerichtet werdet! Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet
werden und nach dem Maß, mit dem ihr messt, werdet ihr gemessen
werden.Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber
den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? Oder wie kannst du zu
deinem Bruder sagen: Lass mich den Splitter aus deinem Auge
herausziehen! – und siehe, in deinem Auge steckt ein Balken! Du
Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du
zusehen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen!
(Mt 7,1-5)( Ständige Kommission für die Herausgabe der
gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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„"Erst vor der eigenen Tür" - Gespräch mit Domvikar Jörg Stockem“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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