Krimis, historische Romane und die großen Fragen des Lebens:
Domvikar Jörg Stockem vom Kölner Dom erzählt, warum ihn spannende
Lebensgeschichten faszinieren – ob in Büchern oder in der
Seelsorge. Besonders prägend sind für ihn die Begegnungen mit
Menschen am Dom. "Jeder Mensch ist ja irgendwie auch ein
unauslotbares Mysterium", sagt Stockem. Gerade in Beicht- und
Seelsorgegesprächen dürfe er Menschen in ihren tiefsten Fragen
begleiten und ihnen aus Glauben und Bibel heraus Orientierung
geben.Im Evangelium spricht Jesus vom engen Tor und vom schmalen
Weg, der zum Leben führt. Klingt das nicht ziemlich pessimistisch?
Stockem ordnet ein, warum es Jesus nicht darum geht, Menschen
auszuschließen, sondern die Bedeutung unserer Lebensentscheidungen
ernst zu nehmen. Zugleich erinnert er an die Zusage Jesu: "Wer
glaubt, der ist schon gerettet." Auch das bekannte Wort von den
"Perlen vor die Säue" erhält eine überraschend aktuelle Deutung.
Für Stockem hat jeder Mensch etwas, "das ihm heilig ist" – einen
inneren Schutzraum, der Achtung verdient.Ein Gespräch über
Lebenswege, das Heilige im Alltag und die Frage, wie wir zu Gott
gelangen. Jetzt reinhören!Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit
sprach Jesus zu seinen Jüngern: Gebt das Heilige nicht den Hunden
und werft eure Perlen nicht den Schweinen vor, denn sie könnten sie
mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen!
Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch
ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten. Geht durch
das enge Tor! Denn weit ist das Tor und breit der Weg, der ins
Verderben führt, und es sind viele, die auf ihm gehen. Wie eng ist
das Tor und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und es sind
wenige, die ihn finden. (Mt 7,6.12-14)( Ständige Kommission
für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen
Sprachgebiet)
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