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  4. "Predigtverbot als Rückfall in alte Positionen" - Gespräch mit Thomas Söding
Laien, Frauen wie Männer, dürfen in der Eucharistiefeier am Sonntag
nicht predigen. Das hat der Vatikan erneut in einem Schreiben
bekräftigt. Professor Thomas Söding sieht darin einen Rückschritt,
der den pastoralen Möglichkeiten in Deutschland nicht gerecht
werde. Die Verkündigung des Evangeliums müsse im Zentrum
kirchlicher Reformen stehen. Deshalb sollten auch die vorhandenen
Fähigkeiten und Charismen von Frauen und Laien stärker genutzt
werden. Söding hofft auf mehr Offenheit aus Rom und verweist
darauf, dass die Kirche vor Ort oft kreative Wege finde, um
Beteiligung dennoch zu ermöglichen, etwa durch Dialogpredigten, das
heißt gemeinsame Predigten von Priestern und Frauen.Zugleich betont
Söding die Bedeutung der Einheit der Weltkirche. Trotz
unterschiedlicher kultureller Prägungen müsse die Kirche
zusammenhalten und sich auf das Wesentliche konzentrieren: das
Evangelium und seine Auslegung. Die Debatte um Frauen in
kirchlichen Ämtern hält Söding für weiterhin ungelöst. Er fordert
die Anerkennung der Potenziale und Rechte von Frauen. Söding wirbt
für eine synodale Kirche, die Verantwortung teilt und Reformen
mutig voranbringt.Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit stieg
Jesus in das Boot und seine Jünger folgten ihm nach. Und siehe, es
erhob sich auf dem See ein gewaltiger Sturm, sodass das Boot von
den Wellen überflutet wurde. Jesus aber schlief. Da traten die
Jünger zu ihm und weckten ihn; sie riefen: Herr, rette uns, wir
gehen zugrunde! Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst, ihr
Kleingläubigen? Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See
und es trat völlige Stille ein. Die Menschen aber staunten und
sagten: Was für einer ist dieser, dass ihm sogar die Winde und der
See gehorchen? (Mt 8,23-27)( Ständige Kommission für die
Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen
Sprachgebiet)
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„"Predigtverbot als Rückfall in alte Positionen" - Gespräch mit Thomas Söding“

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