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Beschreibung
vor 5 Monaten
Menschen, die auf eine Herztransplantation warten oder sie gerade
überstanden haben, befinden sich in einer Situation, die sie
nicht nur körperlich, sondern auch psychisch fordert. Als Jelena
Bohne ihr Praktikum an der Transplantationsmedizin des Wiener
Universitätsklinikums absolvierte, traf sie genau auf diese
Patient:innen und begegnete einer Seite der klinischen
Psychologie, die sie bis dahin nicht kannte. Dass sie dort
gelandet war, verdankte sie einem Zufall, und dennoch wurde das
Praktikum zu einem der prägendsten Erlebnisse ihrer Studienzeit.
Jelena hat bis 2022 Psychologie im Bachelorstudium an der
Leuphana Universität Lüneburg studiert. Anschließend wechselte
sie an die Universität Wien, wo sie im Masterstudiengang
Psychologie den Schwerpunkt klinische und Gesundheitspsychologie
belegte. Im Sommer nach diesem Interview beginnt sie ihre
Ausbildung zur psychologischen Psychotherapeutin mit dem
Schwerpunkt Verhaltenstherapie für Erwachsene in Köln, zugleich
arbeitet sie als Psychologin im Sozialpädiatrischen Zentrum einer
Kinderklinik.
Dass sie einmal Psychologin sein würde, war für Jelena nach dem
Abitur noch nicht absehbar. Zunächst entschied sie sich für ein
Studium im Bereich Politik und Recht, ehe sie eine Freundin in
Psychologievorlesungen begleitete und feststellte, dass sie sich
eigentlich viel mehr für diesen Fachbereich begeistern konnte.
Mutig beschloss sie, ihr Erststudium abzubrechen und sich
stattdessen für Psychologie in Lüneburg zu bewerben. Sofort bekam
sie einen Platz und stieß dort auf ein Studium, das ihr noch mehr
bot, als sie erwartet hatte.
Jelena lobt das Studium an der Leuphana Universität für seine
inhaltliche Vielfalt, vor allem das Leuphana Semester und das
Komplementärstudium, in dem man gemeinsam mit Studierenden aus
verschiedenen Fachbereichen Veranstaltungen zu
unterschiedlichsten Themen besucht. Als studentische Hilfskraft
war sie in ihrer Zeit in Lüneburg darüber hinaus am Institut für
Sozial-, Organisations- und politische Psychologie tätig, wo sie
Verhandlungsstudien begleitete. In diesem Rahmen wurden in
Simulationen unter anderem die Frage untersucht, wie Menschen in
Verhandlungssituationen Kompromisse finden und wie sich
Bedingungen schaffen lassen, unter denen möglichst alle
Beteiligten von einer Einigung profitieren. Für Jelena war das
ein eindrücklicher Einblick in einen Bereich der psychologischen
Forschung, der individuelles Verhalten mit größeren
gesellschaftlichen Prozessen in Verbindung setzt.
Während des Masterstudiums in Wien spezialisierte Jelena sich auf
die klinische Psychologie. Im Gespräch mit Helena verrät sie,
warum ihr aus der Zeit in der österreichischen Hauptstadt eine
etwas ungewöhnliche Lehrveranstaltung zu fernöstlichen Ansätzen
in der Gesundheitsforschung besonders in Erinnerung geblieben
ist.
Im Sommer nach diesem Interview beginnt für Jelena mit der etwa
vier Jahre dauernden Ausbildung zur psychologischen
Psychotherapeutin ein neuer Abschnitt. Das Gebiet der
Verhaltenstherapie, für das sie sich entschieden hat, beschreibt
sie als eine der wissenschaftlich am besten fundierten
therapeutischen Schulen, die dem Menschen als Individuum
besonders gerecht wird.
Hört rein und erfahrt die Antworten auf folgende Fragen: Was
macht Verhaltenstherapie als therapeutischen Ansatz aus, und
warum hat Jelena sich für eine Spezialisierung in diesem Feld
entschieden? Wie hat sie den Weg in einen klinischen
Masterstudiengang gefunden, obwohl das Studium an der Leuphana
eigentlich thematisch anders ausgerichtet ist? Und warum
empfiehlt Jelena, Praktika auch in Bereichen zu machen, an die
man zunächst nicht gedacht hätte?
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von Helena Minner.
Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen:
https://studium-und-dann.com/?p=13105
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