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Beschreibung
vor 5 Monaten
Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter sitzen um einen
Spielteppich und lauschen gemeinsam gespannt einem Hörspiel. Was
in vielen Hörer:innen nostalgische Erinnerungen an die eigene
Kindheit weckt, möchte Gründerin Jenny Rink durch ihre
„Tapari"-Spielteppiche zu einem interaktiven Erlebnis machen:
Gemeinsam können die Kinder durch das Bewegen von Figuren auf dem
Teppich entscheiden, wie sich die Hörspielgeschichte
weiterentwickeln soll, und das ganz ohne Bildschirme.
Dass Jenny einmal ihr eigenes Start-up gründen würde, hätte sie,
die von sich sagt, dass sie nicht „der klassische Gründertyp
sei", lange Zeit nicht erwartet, auch wenn die erste Idee zu
„Tapari" ihr bereits im Studium kam. Während Jenny Interactive
Media Design im Bachelor an der Hochschule Darmstadt studierte,
entwickelte sie im Wahlfach Creative Entrepreneurship gemeinsam
mit einer Kommilitonin den ersten Businessplan für ihr eigenes
Unternehmen. Zugleich baute sie im Kurs Physical Interaction den
ersten Prototyp eines interaktiven Spielteppichs, bestehend aus
einer einfachen Matte, einem Mikrocontroller und einem Raspberry
Pi. Im Master Leadership in the Creative Industries, den sie
ebenfalls an der Hochschule Darmstadt machte, vertiefte Jenny
anschließend ihr Gespür für Storytelling und Transmedia, also die
Frage, wie eine Geschichte über verschiedene Kanäle und Sinne
hinweg erfahrbar gemacht werden kann.
Heute steckt all das in ihrem Start-up „Tapari". Die Gründung
gewagt hat Jenny kurz nach dem Studium, mit Unterstützung des
Hessen-Stipendiums, das sie sechs Monate lang nicht nur
finanziell, sondern auch durch begleitende Workshops
unterstützte. Weitere Förderung erhielt Jenny auch durch das
Exist-Gründungsstipendium. Warum man sich trotz Zweifeln sich für
diese Programme bewerben sollte und inwiefern sie die Entwicklung
von „Tapari“ vorangebracht haben, verrät sie im Gespräch.
Inzwischen wurden ihre Spielteppiche in zehn Kindergärten
getestet. Innerhalb einer Kindergartenwoche konnten die Kinder
die erste „Tapari"-Geschichte erleben, in deren Mittelpunkt ein
kleiner Drache mit einem ganz besonderen Problem steht: Er ist
der Einzige, der kein Feuer spucken kann, und sucht auf fünf
verschiedenen Wegen, durch Begegnungen mit fünf ganz
unterschiedlichen Charakteren, nach einer Lösung.
Jenny selbst war während der Testphase zweimal die Woche vor Ort,
beobachtete, wie Kinder spielten, und sammelte Feedback von
Erzieher:innen. Was diese dabei häufig erwähnten, hat sie
überrascht: Was sie am meisten an „Tapari" begeisterte, war nicht
die Technologie, sondern die positiven Auswirkungen auf das
Verhalten der Kinder untereinander. Durch die Teppiche
entwickelten sie ganz eigene Methoden, um gemeinsam zu
entscheiden, wie das Hörspiel weitergehen sollte.
Für die kommenden Monate hat Jenny einiges geplant: Mit einer
Crowdfunding-Kampagne im Frühjahr nach diesem Interview möchte
sie den Markteintritt vorbereiten, mit dem Ziel, „Tapari"
pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2026 auf den Markt zu bringen.
Dafür baut ihr Team derzeit industrielle Produktionsprozesse auf,
um vom handgefertigten Prototyp zur Serienproduktion zu kommen
und „Tapari" in größeren Stückzahlen anbieten zu können.
Hört rein und erfahrt die Antworten auf folgende Fragen: Wie
beschreibt Jenny den Weg von der ersten Idee im Studium bis zum
fertigen Produkt? Warum sollte man auch den Schritt der
Start-up-Gründung wagen, wenn man nicht der geborene Unternehmer
ist? Und welches Feedback hat sie von den Kindern erhalten, die
den Spielteppich selbst ausprobieren durften?
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Helena Minner
Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen:
https://studium-und-dann.com/?p=13111
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